Hildegard Neumann (* 4. Mai 1919 in Deutsch Gabel; † 5. Mai 2011 in Webster, Massachusetts) war eine deutsche Oberaufseherin im Ghetto Theresienstadt.

Leben Neumann wurde im Oktober 1944 im KZ Ravensbrück zur SS-Aufseherin ausgebildet und später zur Oberaufseherin befördert. Im November 1944 wurde sie leitende Aufseherin im Ghetto Theresienstadt. Zusammen mit bis zu 30 weiteren Aufseherinnen bewachte sie bis zu 20.000 inhaftierte Jüdinnen und war an der Deportation von etwa 40.000Zahlen unstimmig nach * H.G.Adler: Theresienstadt 1941-1945. 2. Aufl. Tübingen 1960, S. 315. Frauen und Kindern von Theresienstadt in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau oder in das KZ Bergen-Belsen beteiligt.

Im Mai 1945 floh sie aus dem Lager. Wegen ihrer Taten wurde sie nie zur Rechenschaft gezogen.

1956 wanderte sie nach West Dudley in Massachusetts in den Vereinigten Staaten aus, war verheiratet und hatte zwei Töchter. Neumann arbeitete viele Jahre als Köchin in Webster, Massachusetts und war anschließend 20 Jahre lang als Inspektorin bei der American Optical Manufacturing Company in Southbridge, Massachusetts tätig. Neumann verstarb 2011 im Webster Manor Rest Home.

Literatur

Einzelnachweise

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