mini|Kirche mini|Blick auf Altar mini|Bischofsfigur, wahrscheinlich der Hl. Amandus

Die St.-Amandus-Kirche in Worms ist die römisch-katholische Kirche des Stadtteils Worms-Neuhausen.

Geografische Lage Die Kirche liegt zwischen Bebelstraße und Pfrimm in einem Neubaugebiet, das nach dem Zweiten Weltkrieg entstand. Das Neubaugebiet schließt sich an bestehende Bebauung aus der Zwischenkriegszeit an. Postalische Adresse ist die Bebelstraße 71.

Geschichte Die römisch-katholische St.-Amandus-Gemeinde wurde 1928 gegründet. Ihr stand zunächst nur die 1880 errichtete St.-Cyriakus-Kapelle zur Verfügung. Die Gemeinde kaufte eine Kirchenbaracke, die 1915 in einem Kriegsgefangenenlager in Worms-Pfiffligheim errichtet worden war und nach Neuhausen transloziert wurde. 1936 erging ein Planungsauftrag für einen Kirchenneubau an den Darmstädter Architekten Jan Hubert Pinand. Das Projekt scheiterte an der politischen Entwicklung der folgenden Jahre.Ecker.

Erst Anfang der 1950er Jahre konnte ein Neubau verwirklicht und eingeweiht werden. Architekt war nun Albert Boßlet.Spille; Ecker. Zunächst handelte es sich um einen Gemeindesaal mit kirchlicher Nutzung. 1972 wurde ein rechteckiger, eingezogener Chor mit Altarraum angebaut. Der freistehende Kirchturm wurde 1986 hinzugefügt.Ecker.

Seit dem 1. Januar 2026 gehört die Kirche zur Groß-Pfarrei St. Nikolaus Worms Wonnegau und der Gemeinde Nordstadt.Molter, S. 15.

Gebäude Das Patrozinium ist dasselbe wie bei der historischen Amanduskirche in der Wormser VorstadtMolter, S. 23., die aber an ganz anderer Stelle stand. 1952 standen noch Ruinenreste der historischen St.-Amandus-Kirche. Der Kirchenpatron, Amandus von Worms, gilt als Heiliger und Patron des ehemaligen Bistums und der Stadt Worms.

Die St.-Amandus-Kirche entstand in den schlichten Formen der Nachkriegszeit. Das Gebäude ist nicht geostet, sondern richtet sich auf die hier in einem Bogen verlaufenden Bebelstraße aus und weist daher nach Nordwesten. Die Kirche hat einen langrechteckigen Grundriss. Der Kirchturm steht frei im Südwesten des Gebäudes.

Die Kirche ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Denkmalschutzgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz.Spille.

Literatur Diana Ecker: Kirchen, Kapellen und Heiligenhäuschen. Katholische Glaubensorte in Rheinhessen. Matthias Ess, Bad Kreuznach 2016. ISBN 978-3-945676-17-2, S. 270. Julian Molter (Bearb.) / Pastoralraum Worms und Umgebung – Pfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau (Hg.): St. Nikolaus Worms-Wonnegau. Gründungsmagazin 01.01.2026. Worms 2025. Irene Spille: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz 10 = Stadt Worms. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1992. ISBN 978-3-88462-084-7, S. 254.

Weblinks Homepage der Katholischen Gemeinde Worms-Nordstadt.

Einzelnachweise

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