Das Lehnbuch Friedrichs des Strengen (LBFS) ist ein Verzeichnis der Lehen des wettinischen Staates, das nach dem frühen Tod Friedrichs des Ernsthaften († 18. November 1349) entstand. Das Original des Lehnbuchs befindet sich im Sächsischen Hauptstaatsarchiv in Dresden.
Entstehung Unter den drei hinterbliebenen Söhnen des mit 38 Jahren verstorbenen Friedrich des Ernsthaften – dem ältesten Sohn Friedrich dem Strengen (* 1332), der ihm als Landesherr nachfolgte, sowie dessen Brüdern Balthasar (* 1336) und Wilhelm dem Einäugigen (* 1343) – entstand der Hauptteil des Lehnbuchs von Ende 1349 bis Ende 1350 (Ende der Lehnsmutungsfrist nach dem Tode), in Ausnahmefällen auch noch 1351.
Das Lehnbuch Friedrichs des Strengen fand unter Wilhelm II. dem Reichen zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine Fortsetzung:
Bl. 1–5 Lehnregister Markgraf Wilhelms II. von Meißen und Osterland 1412 f, Bl. 9–88 Kanzleiregister Wilhelms II. 1414–1419 / Alte Aufschrift: „Ein ald lehenbuch, über Meissen, Doringen und Osterland, auch mancherley brive darinnen registriert“ (Handschrift des 15. Jh.)Bl. 1–5 Lehnregister Markgraf Wilhelms II. von Meißen und Osterland 1412 f, Bl. 9–88 Kanzleiregister Wilhelms II. 1414–1419 / Alte Aufschrift: Ein ald lehenbuch, über Meissen, Doringen und Osterland, auch mancherley brive darinnen registriert (Handschrift des 15. Jh.) – Sächsisches Staatsarchiv, 10004 Kopiale, Nr. 0037.
Literatur Woldemar Lippert, Hans Beschorner (Hrsg.): Das Lehnbuch Friedrichs des Strengen. Markgrafen von Meissen und Landgrafen von Thüringen 1349/1350. Verlag B. G. Teubner, Leipzig 1903, Bl., CCLVIII, 640 S., Bl., II Faltbl., Bl. III–IX (Deutsch und Latein digital.slub-dresden.de oder ). Woldemar Lippert: Die deutschen Lehnbücher. Beitrag zum Registerwesen und Lehnrecht des Mittelalters. B. G. Teubner, Leipzig 1903 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Sächsische Geschichte Kategorie:Amtsbuch Kategorie:Lehnswesen Kategorie:Historisches Dokument (Mittelalter) Kategorie:1349 Kategorie:Haus Wettin Kategorie:Literatur (Latein)