Alexanderhof war ein Gutsetablissement nebst Kolonie auf der Gemarkung der Gemeinde Kummersdorf-Alexanderdorf im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.
Geschichte Das Gut und die Kolonie wurden erstmals im Jahr 1814 als Alexandershof urkundlich erwähnt und befanden sich seit 1811 im Besitz des Domänenvorwerks Kummersdorf. Nach den Koalitionskriegen musste der Preußische Staat es im Jahr 1814 jedoch in Erbpacht an den Hauptmann Alexander Constant de Ruville verkaufen. Das Gut ist nach seinem Vornamen benannt.Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 17 ISBN 3-937233-17-2. Im Jahr 1814 erschien es als Kolonie Kummersdorf. Sie bestand im Jahr 1840 aus dem Vorwerk mit neun Wohnhäusern, in denen 76 Menschen lebten. In Alexanderhof lebten im Jahr 1858 der Hofeigentümer mit neun Knechten und Mägden, 14 Tagelöhnern und acht Arbeitern. Es gab neun Besitzungen: eine war mehr als 600 Morgen (Mg) groß, nämlich 1494 Mg sowie acht unter 5 Mg (zusammen 5 Mg). Im Gut lebten außerdem ein Schuhmachermeister, ein Grobschmiedemeister und ein Musikant. Gut und Kolonie bestanden im Jahr 1860 aus 13 Wohn- und 13 Wirtschaftsgebäuden mit 81 Einwohnern (1851). Sie bewirtschafteten 1503 Mg Fläche: 4 Mg Gehöfte, 17 Mg Gartenland, 746 Mg Acker, 308 Mg Wiese, 222 Mg Weide und 206 Mg Wald. Das Gut und die Kolonie wurden mit dem Gemeindebezirk Kolonie Cummersdorf im Jahr 1875 zur Gemeinde Alexanderdorf vereinigt.
Literatur Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Teltow (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Band 4). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976, S. 6.
Einzelnachweis
Kategorie:Ort im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Ersterwähnung 1814 Kategorie:Am Mellensee