Stormy-Annika Mildner (* 1976) ist eine Wirtschaftswissenschaftlerin und Expertin für transatlantische Beziehungen und Handelsfragen. Seit Anfang Januar 2021 ist sie Leiterin der Denkfabrik Aspen Institute Deutschland in Berlin. Ihr Arbeitsschwerpunkt umfasst internationale Rohstoff- und Handelspolitik.
Leben Mildner studierte Volkswirtschaftslehre und Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin und erwarb an der London School of Economics einen Master of Science in International Political Economy. Ihre Promotion an der Freien Universität Berlin befasste sich mit den ökonomischen und politischen Grundlagen der Exportkreditfinanzierung in den Vereinigten Staaten. Während der Promotionsphase absolvierte sie einen Forschungsaufenthalt am Yale Center for International and Area Studies. Vor ihrer Tätigkeit beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) war sie bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik tätig und arbeitete später bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, zuletzt als Mitglied der Institutsleitung. Im Januar 2014 übernahm sie beim BDI die Leitung der Abteilung für Außenwirtschaftspolitik. Zu ihren Stationen zählen Aufenthalte als Gastwissenschaftlerin am American Institute for Contemporary German Studies sowie an der Transatlantic Academy des German Marshall Fund in Washington.
Wirken Mildner erklärte, es sei gut, dass die Europäische Union bei Initiativen zur Verringerung der Abhängigkeit von China „mit am Tisch“ sitze. Sie ordnete die US-Vorhaben unter Präsident Trump als industrie- und sicherheitspolitisch motiviert ein und verwies auf Pläne für eine strategische Rohstoffreserve und eine Rohstoffallianz. Gleichzeitig warnte sie vor einem Wettbewerb einzelner Staaten um knappe Rohstoffe und betonte die Bedeutung eines koordinierten europäischen Auftretens. Als multilateralen Bezugspunkt nannte sie den von Kanada initiierten G7 Global Critical Minerals Action Plan. Sie hob hervor, dass die EU aus einer Position der Stärke verhandeln und über Gegenmaßnahmen nachdenken müsse. Sie beschrieb, dass Deutschlands exportorientiertes Wachstumsmodell durch Handelskonflikte, protektionistische Maßnahmen, geopolitische Spannungen und strukturelle Herausforderungen im Inland unter Druck geraten sei. Sie betonte zugleich die Bedeutung einer wettbewerbsfähigen und innovativen Europäischen Union sowie von Reformen und Partnerschaften zur Stärkung regelbasierten Handels.
Einzelnachweise
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