Als Decksverschluss oder auch Decksverschraubung bezeichnet man eine Armatur, mit der ein Peilrohr oder Luftrohr auf Schiffen bündig mit der Oberkante eines Decks abgeschlossen wird.Norm DIN 86111:2016-08 Einschweiß-Decksverschlüsse für Füll- und Peilrohrleitungen

Aufbau Ein Decksverschluss schließt oben an ein Peilrohr an. Dies kann je nach Anforderungen über eine Schweißverbindung oder ein Gewinde zwischen Rohr und Verschluss geschehen. Zum Deck wird ein dichter Anschluss hergestellt, entweder über eine dichte Durchführung oder ebenfalls über eine umlaufende Schweißnaht. Nach oben verfügt ein Decksverschluss über eine innenliegende Schraube mit sehr flachem Kopf. Der Gewindeteil der Schraube entspricht vom Durchmesser dem Innendurchmesser des Peilrohrs. In eingeschraubtem Zustand schließt die Oberseite der Schraube bündig mit dem Rand des Verschlusses und somit mit der Oberkante des Decks ab. Die Schraube dichtet in axialer Richtung gegen das Rohr mit einer ringförmigen Flachdichtung ab. Der Schraubenantrieb ist ein großformatiger Schlitz. Es existieren zwei Varianten, die gegen ein Verlieren der Schraube gesichert sind. Entweder wird die Schraube mit einer Kette, die im Rohrinneren fixiert ist, gesichert oder unverlierbar in einem Klappdeckel, der ein Scharnier zum Verschluss hat und selbst eben zum Deck abschließt.

Typische Materialien der Verschraubung sind Stahl oder Rotguss. Die Schraube ist in der Regel aus Rotguss und die Dichtungen aus NBR.

Zweck Der Decksverschluss sichert Peil- und Luftrohre gegen Eindringen von Gegenständen und Flüssigkeiten sowie gegen Auslaufen von Flüssigkeiten, die im Rohr hochgedrückt werden. Durch ihren Aufbau stellen sie sicher, dass nur eine Öffnung von oberhalb des Decks geöffnet werden kann, dass im geschlossenen Zustand keine Stolpergefahr durch hochstehende Teile entsteht und das Rohr sicher abgedichtet werden kann. Die Norm sieht einen leichten Überstand von 5 mm über dem Deck vor. Damit soll verhindert werden, dass sich über der Schraube Flüssigkeiten ansammeln können, die bei Öffnen in das Peilrohr laufen können.

Sie kommen zum Einsatz, wenn ein Peilrohrhahn entweder nicht nötig ist, oder aus Platzgründen nicht angebracht werden kann.

Normung Die Varianten zum Einschweißen in Decks ist in der DIN 86111 in der Fassung vom August 2016 genormt. Die Norm wurde seit ihrer Erstausgabe im Dezember 1954 mehrfach überarbeitet. Sie war aber nicht die erste Normung, sondern löste die DIN HNA Sr 7 vom Juni 1921 ab.

Ein Flachkanteinsteckschlüssel in zwei Größen zum Drehen der Schrauben ist in DIN 87312 genormt.

Einzelnachweise

Kategorie:Schiffbau Kategorie:Armatur (Rohr)