Arthur Andreas Georg Knüpffer (* in Ampel, Gouvernement Estland, Russisches Kaiserreich; † 20. Juli 1961 in Hamburg) war ein baltendeutscher Verleger, Journalist und Pressereferent.
Leben und Wirken Arthur Knüpffer stammte aus baltendeutschen Familien in Estland, sein Vater Georg Knüpffer (1850–1901) war Pfarrer in Ampel, seine Mutter Marie (1849–1940) war eine Tochter des Unternehmers und Konsuls Andreas Koch (1803–1895) in Reval. Arthur Knüpffer besuchte die Domschule in Reval und seit 1907 eine Privatschule in St. Petersburg.Arthur Andreas Georg Knüpffer BBLD, mit biographischen Angaben Von 1909 bis 1914 studierte er Kunst- und Literaturgeschichte in München und Berlin.
Um 1920 führte er kurzzeitig den Verlag Deutsche Meister in Wuppertal. 1922 erhielt er einen größeren Gebäudekomplex in Reval von seiner Mutter, den er 1930 wieder verkaufte.Embassy of the Republic of Latvia to the Republic of Estonia mfa, er verkaufte ihn 1930 an die Republik Lettland, die ihn zur Botschaft in Estland machte In diesen Jahren lebte er auch einige Zeit in Berlin. Seit 1925 war er als Korrespondent für mehrere deutsche Tageszeitungen in Helsinki tätig, seit 1928 in Riga und seit 1932 wieder in Reval.Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945, Band 2, 2005, S. 569–570, kurzer Auszug, mit detaillierten biographischen Angaben
1940 wurde Arthur Knüpffer zum Pressereferenten und kommissarischen Kulturattaché der deutschen Vertretung in Reval ernannt, das in dieser Zeit unter sowjetischer Herrschaft stand. 1941 wurde er nach der deutschen Besetzung des Baltikums Gehilfe des Pressereferenten in Helsinki. 1944 wurde er nach einer längeren Erkrankung nach Krummhübel (Karpacz) in Oberschlesien versetzt und im selben Jahr aus den Tätigkeiten des Auswärtigen Amtes entlassen.
Spätestens seit 1960 lebte Arthur Knüpffer in Hamburg, wo er 1961 starb.Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1963, S. 337. dort auch Paula Knüpffer
Ehen und Nachkommen Arthur Knüpffer war mit der Schauspielerin und späteren Rundfunkmoderatorin Paula Schneider (1890–1978) spätestens seit 1925 verheiratet. Sie hatte einen Sohn Nicolaus Amadeus Andreas Knüpffer (* 1920), der möglicherweise aus einer vorherigen Beziehung war.Georg Adelheim, Revaler Ahnentafeln, Reval 1832, S. 168, Anm. 2 (PDF)
1938 heiratete Arthur Knüpffer Lilly von Hirschheydt (1902–1949), mit der er einen Sohn Achim Knüpffer von Hirschheydt (1936–2018) hatte.Genealogisches Handbuch des Adels, Band 74, 1980, S. 102 (kurzer Auszug); mit Hochzeitsjahr 1938; auch in Arthur Andreas Georg Inüpffer BBLD, und geni.com, mit weiteren Links und Fotos 1960 lebte er wieder mit seiner ersten Ehefrau Paula Knüpffer in Hamburg.
Veröffentlichungen Arthur Knüpffer verfasste zahlreiche Artikel für die Kölnische Zeitung, das Berliner Tageblatt, die Berliner Börsen-Zeitung, Die Weltbühne, die Rigasche Rundschau, die Revalsche Zeitung und weitere Zeitungen und Zeitschriften. Er war Herausgeber mehrerer kultur- und literaturgeschichtlicher Werke.
Herausgeber Der kurländische Münchhausen. Johann Heinrich Baumanns seltsame Jagdhistorien, Leipzig 1926 Grundriß einer Geschichte der baltischen Dichtung, Leipzig 1928, Neudruck 1973, Mitherausgeber Deutsche Frauen. Bildnisse und Lebensbeschreibungen, Berlin 1939, mit Paula Knüpffer (Auszüge)
Artikel Eine Dostojewski-Legende. In: Die Weltbühne vom 24. Juni 1927, S. 944–947 (Digitalisat) Ausstellung deutscher Künstler Lettlands. In: Rigasche Rundschau vom 16. April 1932 Die Hunde von St. Annen. In: Revalsche Zeitung vom 24. August 1932 (Digitalisat) Still ruht der Sänger. Erinnerungen an Schaljapin. In: Revalsche Zeitung vom 28. April 1938, S. 3 (Digitalisat)
Übersetzer Fjodor Schaljapin, Mein Werden, 1928, zwei Neuauflagen bis 1949Der Deutsche Rundfunk, 1928, S. 1476 (kurzer Auszug), Programmvorschau, 18 Uhr, las Paula Knüpffer aus diesem Buch Mein Werden
Literatur Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes. Band 2. 2005, S. 569–570 (kurze Auszüge), mit detaillierten biographischen Angaben Carola Gottzmann (Bearb.): Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs. De Gruyter, Berlin 2007. S. 705. mit einigen bibliographischen Angaben Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 29. 2018
Weblinks Arthur Andreas Georg Knüpffer BBLD
Einzelnachweise
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