mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Mindanao-Haarschwanzratte Die Mindanao-Haarschwanzratte (Batomys salomonseni) ist ein auf verschiedenen Inseln der südlichen Philippinen verbreitetes Nagetier in der Gattung der Philippinen-Haarschwanzratten. Die Art wurde ursprünglich in ihrer eigenen Gattung Mindanaomys beschrieben, welche jedoch keine Anerkennung fand. Das Typusexemplar stammt vom Berg Katanglad in der Provinz Bukidnon auf Mindanao. Die Verfasser einer Studie von 2006 erkannten, dass die Art eine Entwicklungslinie mit der Luzon-Haarschwanzratte (Batomys granti) und der Panay-Borkenratte (Crateromys heaneyi) bildet, womit die Gattung Batomys paraphyletisch ist.

Merkmale Dieses mittelgroße rattenartige Tier erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 138 bis 191 mm, eine Schwanzlänge von 130 bis 167 mm und ein Gewicht von 143 bis 255 g. Es sind 33 bis 41 mm lange Hinterfüße und Ohren von 19 bis 24 mm Länge vorhanden. Die Art trägt oberseits graubraunes Fell mit rötlichen Tönen das heller als bei der Luzon-Haarschwanzratte ist. Der Übergang zur hellen gelbbraunen Unterseite ist undeutlich. Das Tier hat einen schmalen nackten Augenring, der von schwarzen Haaren gesäumt ist. Wenn die langen Vibrissen zurückgebogen werden, reichen sie bis über die Ohren. Die Art hat schmalere weiße Hinterfüße als die Art von Luzon mit einem kleinen dunklen Fleck auf der Oberseite. Die Behaarung des dunkelbraunen Schwanzes entspricht den anderen Gattungsmitgliedern. Die vier paarig angeordneten Zitzen der Weibchen liegen im Leistenbereich. Die Mindanao-Haarschwanzratte hat einen diploiden Chromosomensatz mit 52 Chromosomen (2n=52).

Verbreitung und Lebensweise Die Art bewohnt mit Dinagat, Mindanao und Leyte drei größere Inseln der Philippinen und vermutlich mehrere kleine Inseln der Region. Sie hält sich meist in Gebirgen zwischen 1200 und 2400 Meter Höhe auf. Als Habitat dienen tropische Wälder und feuchte Bergwälder mit Moosen auf dem Grund und an den Bäumen.

Das Tier ist vorwiegend zwischen Abend- und Morgendämmerung aktiv. Es bewegt sich meist auf dem Boden. Die Nahrung besteht aus unterschiedlichen Pflanzenteilen. Im März wurden trächtige Weibchen mit ein oder zwei Embryos gefunden.

Gefährdung Regional wirken sich die Umwandlung der Wälder in Obstplantagen oder Bergbaugebiete negativ aus. Dies findet jedoch überwiegend in tiefen Lagen statt. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Langschwanzmäuse Kategorie:Endemisches Tier der Philippinen