Katja Heitmann (* 1987 in Hamburg) ist eine deutsche Choreografin und Medienkünstlerin, die in Tilburg in den Niederlanden lebt und arbeitet. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Theater, Tanz, bildender Kunst und Videokunst.
Leben Katja Heitmann ist in Hamburg aufgewachsen. Sie kam nach Tilburg für ein Studium an der Tanzakademie der Fontys Hogeschool voor de Kunsten (FHK). Im Jahr 2012 schloss sie ihr Studium mit einem Bachelor als Choreografin ab.
Katja Heitmann blieb nach ihrem Studium in der Provinz Noord-Brabant. Von 2013 bis 2016 wurde sie von Plan Brabant unterstützt. Von 2014 bis 2020 arbeitete sie mit dem Produktionshaus für zeitgenössischen Tanz DansBrabant zusammen. In dieser Zeit schuf sie die Performances „This is not a show“, „Selfiefy Myself“ und „iNcorporeality “(2014), „For iTernity“ und „iTernal Playground“ (2015) sowie „Siri Loves Me“ und „Pandora's Dropbox“ (2017).
„Siri loves me“ ist eine Stadtchoreografie mit einer Gruppe von fünfzig jungen Performern, die emotionslos, aber unter Tränen und in Zeitlupe das Zentrum von Maastricht mit Stille erschüttern. Ohne klaren Anfang oder Ende lassen roboterhafte Körper die Zuschauer verwirrt zurück.
Seit 2019 arbeitet Katja Heitmann an einem umfassenden Kunstprojekt unter dem Namen „Motus Mori“, in dem sie menschliche Bewegungen sammelt und archiviert. "Motus Mori" ist lateinisch, Modus bedeutet Bewegung und Mori bedeutet Sterben und Vergänglichkeit. Das Motus Mori-Archiv ist für die Künstlerin ein Archiv der aussterbenden und menschlichen Bewegungen. Mehr als zweitausend Menschen haben inzwischen ihre persönlichen Bewegungen für das Motus Mori-Archiv gespendet. Damit schafft Katja Heitmann immer wieder neue Bewegungskunstwerke. Im Kunstwerk „Perpetuum Motus Mori“ werden Personen sowohl lebensgroß als auch in monumentaler Größe gezeigt. Sie teilen ihre persönlichen Bewegungen auf bewegende Weise mit dem Publikum. Durch Projektionstechnik und Tonmontage entsteht ein vielschichtiges Gesamterlebnis mit immer neuen Menschen und ihren Bewegungen.
Seit 2017 ist Katja Heitmann Dozentin für Choreografie im Bachelorstudiengang an der Fontys Hogeschool voor de Kunsten (FHK) in Tilburg.
Performances und Installationen (Auswahl)
2014: „This is not a show“ 2014: „Selfiefy Myself“ 2015: „iNcorporeality“, Prague Quadrennial, Prag 2015: „iTernal Playground“ 2017: „For iTernity“, GLOW, Eindhoven 2017: „Siri Loves Me“, Niederländische Tanztage Maastricht 2017: „Pandora's Dropbox“, Fabrik Heeder, Krefeld 2019: „For iTernity“, Klanglkicht auf dem Karmeliterplatz (Graz) 2024: „Motus Mori: Reliquiem“, Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover 2025: „For iTernity“ und „Perpetuum“, International Light Festivals Organisation (ILO) in Leeds 2025: „Perpetuum“ auf die Rückfassade des Rathauses in Oulu, Lumo Light Festival 2026: „Perpetuum Motus Mori“ außen am Hildesheimer Dom, Licht Kunst Biennale Hildesheim
Preise und Auszeichnungen
2016: Preis der Niederländischen Tanztage Maastricht 2020: Gieskes Strijbis Podium-Preis 2025: ILO Artist Award für ihre Installation „Perpetuum“
Einzelnachweise
Kategorie:Choreograf (Zeitgenössischer Tanz) Kategorie:Videokünstler (Niederlande) Kategorie:Hochschullehrer (Tilburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Frau