Die senegalesische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des senegalesischen Fußballverbandes Fédération Sénégalaise de Football und repräsentiert diesen auf internationaler Ebene bei Länderspielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände. Ihre größten Erfolge hatte sie mit dem Viertelfinaleinzug bei der WM 2002 sowie mit dem ersten großen Titelgewinn beim Afrika-Cup 2022. Der Gewinn des Afrika-Cups 2025 wurde dem Team aberkannt und dem Finalgegner Marokko zugesprochen.

Aktueller Kader Für den Kader bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, siehe:

Rekordspieler Stand: 18. Januar 2026Senegal – Record International Players (Liste am 10. Jun. 2025 überarbeitet, Stand 26. August 2025)national-football-teams.com: General Information for Senegal

Fettgesetzte Spieler sind noch aktiv. + Meiste Einsätze#SpielerSpieleToreZeitraum 1 Idrissa Gueye 130 7 2011– 2 Sadio Mané 126 53 2012– 3 Kalidou Koulibaly 103 (99) 1 2015– 4 Henri Camara 98 29 1999–2008 5 Cheikhou Kouyaté 92 (86) 4 2012– 6 Tony Sylva 84 0 1999–2008 7 Ismaïla Sarr 81 (79) 18 2016– 8 Lamine Diatta 72 4 2000–20089 El Hadji Diouf 70 24 2000–2008 Roger Mendy 70 3 1979–1995 11 Moussa N’Diaye 67 8 1998–2006 12 Adolphe Mendy 65 1 1986–1997

+ Rekordtorschützen#PlayerToreSpieleZeitraum 1 Sadio Mané 53 126 2012– 2 Henri Camara 29 98 1999–2008 3 El Hadji Diouf 24 70 2000–2008 4 Mamadou Niang 20 58 2002–2012 5 Ismaïla Sarr 18 81 (79) 2016– 6 Papiss Demba Cissé 17 34 2009–2015 7 Moussa Sow 16 47 2009–2018 8 Mamadou Diallo 15 37 1990–1999 9 Famara Diédhiou 11 27 2014–2022 Papa Bouba Diop † 11 63 2001–2008 Yatma Diouck 11 24 1963–1970 Souleymane Sané 11 25 1989–1997

Weitere bekannte Spieler Demba Ba Papa Malick Ba Habib Beye Sarr Boubacar Ferdinand Coly Momo Diabang Abdoulaye Diallo Moussa Konaté Amara Traoré

Turniere Weltmeisterschaften

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten 1930 Uruguay nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat 1934 Italien nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat 1938 Frankreich nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat 1950 Brasilien nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat 1954 Schweiz nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat 1958 Schweden nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat 1962 Chile nicht teilgenommen 1. Spiel erst nach Beginn der Qualifikation 1966 England zurückgezogen Alle 15 afrikanischen Mannschaften zogen sich aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand. 1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde nach Entscheidungsspiel an Marokko gescheitert. 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde erneut an Marokko gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte. 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Togo gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte. 1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation wieder in der 1. Runde an Marokko gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte. 1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Angola im Elfmeterschießen gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte. 1990 Italien nicht teilgenommen 1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Marokko gescheitert. 1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde erneut an Togo gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte. 2002 Südkorea/Japan Viertelfinale Türkei 7. Platz Bruno Metsu Niederlage nach Verlängerung durch Golden Goal. Sieg im Eröffnungsspiel gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich. 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Togo gescheitert. 2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Algerien gescheitert. 2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Playoff-Runde an der Elfenbeinküste gescheitert. 2018 Russland Vorrunde Polen, Japan, Kolumbien 17. Platz Aliou Cissé Nach einem Sieg gegen Polen, einem Unentschieden gegen Japan und einer Niederlage gegen Kolumbien als Gruppendritter ausgeschieden. 2022 Katar Achtelfinale England 10. Platz Aliou Cissé In der Afrika-Qualifikation setzte sich die Mannschaft gegen die Republik Kongo, Namibia und Togo und schließlich gegen Ägypten durch. In der WM-Vorrunde mit zwei Siegen gegen Gastgeber Katar und Ecuador sowie einer Niederlage gegen die Niederlande als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifiziert, welches 0:3 gegen England verloren wurde. 2026 Kanada/Mexiko/USA

Weltmeisterschaft 2002 Bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea sorgte die senegalesische Nationalelf im ersten Spiel für eine nicht für möglich gehaltene Sensation, als sie den Titelverteidiger und Turnierfavoriten Frankreich 1:0 bezwang. In der Euphorie erkämpfte sich die Mannschaft zwei Unentschieden gegen Dänemark (1:1) und Uruguay (3:3) und stand damit im Achtelfinale. Dort wurde Schweden mit 2:1 nach Verlängerung bezwungen; beide Tore schoss Henri Camara. Erst im Viertelfinale unterlag der Senegal einer anderen WM-Überraschungsmannschaft, der Türkei, mit 0:1 nach Verlängerung. Der Siegeszug machte den Senegal zu einem der erfolgreichsten WM-Debütanten seit 1950.

Afrika-Cup Zum ersten Mal war Senegal 1965 für den Afrika-Cup qualifiziert. Die Mannschaft schied nach einem Losentscheid zugunsten Tunesiens ungeschlagen in der Vorrunde aus. Bei der zweiten Teilnahme 1968 gelang es Senegal in der Vorrunde nicht, sich gegen Ghana und die DR Kongo durchzusetzen und schied erneut aus.

Erst 18 Jahre später, 1986, qualifizierte sich Senegal wieder. In der Vorrunde schlug man neben Mosambik auch überraschend den späteren Sieger Ägypten, verlor aber gegen Elfenbeinküste und scheiterte abermals in der ersten Runde.

1990 schließlich spielte sich Senegal bis ins Halbfinale, mit nur einem einzigen Sieg, da lediglich acht Mannschaften am Turnier teilnahmen. Am Ende wurde die Mannschaft Vierter, der bis dahin größte Erfolg im senegalesischen Fußball außerhalb Westafrikas.

1992 durfte Senegal dann sogar das Turnier austragen. Die hohen Erwartungen konnte die Mannschaft aber nicht ganz erfüllen, im Viertelfinale verlor sie gegen Kamerun.

1994 und 2000 scheiterten die Senegalesen erneut im Viertelfinale. Der große Durchbruch gelang 2002, als man sich bis ins Turnierfinale spielte und dort erst im Elfmeterschießen gegen Kamerun unterlag.

2004 unterlag Senegal dem späteren Meister Tunesien im Viertelfinale. 2006 wurde man Vierter. Bei der Afrikameisterschaft 2008 schied man in der Vorrunde aus. Seither genügen die Leistungen der Senegalesen nicht den Erwartungen. In der Qualifikation für die WM 2010 scheiterte man vorzeitig und qualifizierte sich nicht für die Afrika-Meisterschaft 2010.

Für die Fußball-Afrikameisterschaft 2012 qualifizierte sich der Senegal mit fünf Siegen und einem Remis und galt vor Turnierbeginn – auch weil einige andere starke Mannschaften sich nicht qualifizierten – als einer der Turnierfavoriten. Nach drei Niederlagen gegen in der FIFA-Weltrangliste schlechter platzierte Mannschaften schied der Senegal aber bereits in der Vorrunde aus. Aufgrund des Ausscheidens wurde Trainer Amara Traoré am 8. Februar 2012 entlassen.Focus, 19. November 2013:

Bei der Afrikameisterschaft 2019 in Ägypten erreichte das Team nach 2002 zum zweiten Mal das Finale, musste sich aber der Algerischen Mannschaft geschlagen geben.

Bei der Afrikameisterschaft 2022 in Kamerun erlangte die senegalesische Nationalmannschaft zum ersten Mal den Titel des Afrikameisters. Im Finale am 6. Februar 2022 schlug man Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2, nachdem es nach 90 Minuten regulärer Spielzeit und weiteren 30 Minuten Verlängerung noch 0:0 stand. 1957 bis 1963 nicht teilgenommen 1965 in Tunesien 4. Platz 1968 in Äthiopien Vorrunde 1970 in Sudan nicht qualifiziert 1972 in Kamerun nicht qualifiziert 1974 in Ägypten nicht qualifiziert 1976 in Äthiopien nicht qualifiziert 1978 in Ghana nicht qualifiziert 1980 in Nigeria nicht teilgenommen 1982 in Libyen nicht qualifiziert 1984 in der Elfenbeinküste nicht qualifiziert 1986 in Ägypten Vorrunde 1988 in Marokko nicht qualifiziert 1990 in Algerien 4. Platz 1992 im Senegal Viertelfinale 1994 in Tunesien Viertelfinale 1996 in Südafrika nicht qualifiziert 1998 in Burkina Faso nicht qualifiziert 2000 in Ghana und Nigeria Viertelfinale 2002 in Mali 2. Platz 2004 in Tunesien Viertelfinale 2006 in Ägypten 4. Platz 2008 in Ghana Vorrunde 2010 in Angola nicht qualifiziert 2012 in Gabun und Äquatorialguinea Vorrunde 2013 in Südafrika nicht qualifiziert 2015 in Äquatorialguinea Vorrunde 2017 in Gabun Viertelfinale 2019 in Ägypten 2. Platz 2022 in Kamerun Afrikameister 2024 in der Elfenbeinküste Achtelfinale 2025 in Marokko 2. Platz

Afrikanische Nationenmeisterschaft 2009 – 4. Platz 2011 – Vorrunde 2014 – nicht qualifiziert 2016 – nicht qualifiziert 2018 – nicht qualifiziert 2021 – nicht qualifiziert 2023 – 1. Platz 2025 – 3. Platz

Westafrikameisterschaft

2005 in : 3. Platz 2009 in : 1. Platz 2010 in : 2. Platz 2013 in : 2. Platz 2017 in : in der 2. Runde ausgeschiedensoccer24.com: Soccer Africa. WAFU Cup of Nations 2017 Results 2019 in : 1. Platz

Fußballmeisterschaft des südlichen Afrika 2021: 2. Platz (Gastmannschaft) 2022: 3. Platz (Gastmannschaft) CEDEAO-Cup 1977 & 1983 – nicht teilgenommen 1985 – 1. Platz 1987 – 3. Platz 1990 – 2. Platz 1991 – 2. Platz

Copa Amilcar An dem Amílcar-Cabral-Cup, dem Turnier für westafrikanische Nationalmannschaften, nahm Senegal immer teil, seitdem sie 1979 das erste Mal ausgetragen wurde. Eine Ausnahme bildet hier 2001, als die U23 des Landes das Turnier in Kap Verde spielte und gewann.

Der Senegal konnte die Amílcar-Cabral-Cup bereits 8-mal gewinnen (1979, 1980, 1983, 1984, 1985, 1986, 1991, 2001), häufiger als jedes andere Team Westafrikas.

Sonstige Turniere African Games African Games 1987 – Vorrunde

Seit 1991 sind die African Games ein U23-Turnier; die senegalesische Mannschaft nahm bisher nur 2003 daran teil und schied in der Vorrunde aus.

Bilanz gegen deutschsprachige Länder DatumOrtHeimmannschaftResultatGastmannschaft1. 31. Mai 2018 Luxemburg 0:0 Senegal

Gegen Deutschland, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz gab es bisher keine Begegnungen.

Trainer Nach der Unabhängigkeit des Senegal (1960) baute Raoul Diagne, der dort als „Vater des nationalen Fußballs“ angesehen wird, die Nationalelf auf und führte sie bis mindestens 1963.Denis Chaumier: Les Bleus. Tous les joueurs de l'équipe de France de 1904 à nos jours. Larousse, o. O. 2004, ISBN 2-03-505420-6, S. 102

Spätere Nationaltrainer waren: Otto Pfister (1979–1982) Claude Le Roy (1990–1992) Lamine Dieng (1992–1993) Peter Schnittger (1995–2001) Bruno Metsu (2000–2002) Guy Stéphan (2003–2005) Abdoulaye Sarr (2005–2006) Henryk Kasperczak (2006–2008) Lamine N’Diaye (2008) Amara Traoré (2009–2012) Aliou Cissé (2012) Joseph Koto (2012) Alain Giresse (2013–2015) Aliou Cissé (2015–2024) Pape Thiaw (2024–2026) Patrick Vieira (seit 2026)

Siehe auch Liste der Länderspiele der senegalesischen Fußballnationalmannschaft

Weblinks

RSSSF Archiv der Resultate seit 1961

Einzelnachweise

Kategorie:Fußballnationalmannschaft (CAF) Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1959