Das Verschwinden einer Douglas DC-4 im Pazifischen Ozean 1964 ereignete sich am 28. März 1964. An diesem Tag musste eine Douglas DC-4 des US-amerikanischen Unternehmens Facilities Management Corporation, mit der ein Flug von Honolulu nach Los Angeles durchgeführt werden sollte, aufgrund eines Triebwerksausfalls im Pazifischen Ozean notgewassert werden. Die Maschine und ihre neun Insassen wurden nie gefunden.

Flugzeug Das Flugzeug war eine während des Zweiten Weltkrieges als Militärversion C-54A-10-DC im Werk der Douglas Aircraft Company in Santa Monica, Kalifornien gebaute Douglas DC-4 mit der Werknummer 10315, die nach ihrer Endmontage am 27. Mai 1944 mit dem militärischen Luftfahrzeugkennzeichen 42-72210 an die United States Army Air Forces (USAAF) ausgeliefert wurde. Nach ihrem Dienstende beim Militär wurde die Maschine in eine zivile DC-4 umgebaut und im Jahr 1946 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen N66694 auf die South American Aviation zugelassen. Im selben Jahr übernahm die Flota Aérea Mercante Argentina die Maschine und ließ sie mit dem Kennzeichen LV-ABR zu. Im Jahr 1948 wurde die Maschine auf die Transocean Air Lines zugelassen, bei der sie das Kennzeichen N4726V erhielt. Im Februar war die Maschine auf die britische Airwork Services Ltd. zugelassen, ehe sie im Dezember wieder in die Flotte der Transocean Air Lines überging. Im Jahr 1956 übernahm California Eastern Airlines die Maschine, ab dem 1. Juli 1959 war die Maschine an Slick Airways verleast, ehe sie im Juni 1960 wieder in die Flotte von California Eastern Airlines zurückkehrte. Ab dem 20. März 1961 war die Maschine bei World Airways im Einsatz, ehe sie ab dem 2. Oktober 1961 wieder in die Flotte von California Eastern Airlines zurückkehrte. Ab 1962 flog die Maschine für die Facilities Management Corporation. Das viermotorige Langstreckenflugzeug war mit vier Sternmotoren des Typs Pratt & Whitney R-2000-2SD-13G Twin Wasp ausgestattet.

Passagiere und Besatzung Den Flug hatten sechs Passagiere angetreten. Es befand sich eine dreiköpfige Besatzung an Bord der Maschine. Der 60-jährige Flugkapitän verfügte über 23.454 Stunden Flugerfahrung, wovon 16.000 Flugstunden auf das Cockpit der Douglas DC-4 entfielen.

Unfallhergang Die DC-4 startete um 22:47 Uhr PST in Honolulu mit Ziel Los Angeles (geplante Ankunft 10:27 Uhr PST). Um 05:54 Uhr PST meldete der Pilot einen schweren Brand im Triebwerk Nr. 2 und gab an, dass eine Notwasserung möglicherweise notwendig werden würde. Danach gab es keine weiteren Informationen mehr. Umfangreiche Suchmaßnahmen wurden nach fünf Tagen eingestellt; es wurde nichts gefunden.

Auf dem Hin- und Rückflug Los Angeles–Philippinen war es insgesamt zu einer Wartungsverzögerung von 15–17 Minuten gekommen. Eine der Ursachen für diese Verzögerungen war ein wiederkehrendes Ölleck an der Propellerreglerbaugruppe des Triebwerks Nr. 2 gewesen.

Als wahrscheinliche Ursache für den Unfall wurde ein Brand im Triebwerk Nr. 2 während des Fluges angegeben, der eine Notwasserung auf See zur Folge hatte. Da das Wrack nie lokalisiert werden konnte, konnte die Ursache für den Brand nicht geklärt werden.

Quellen Unfallbericht DC-4, N4726V, Aviation Safety Network Crash of a Douglas C-54A-10-DC Skymaster into the Pacific Ocean: 9 killed, B3A – Bureau of Aircraft Accident Archives Unfallbericht N4726V - Airwork Services Ltd (C-54A-10-DC), planelogger.com

Kategorie:Flugunfall 1964 Kategorie:Flugunfall (Pazifischer Ozean) Kategorie:Douglas DC-4