Carl Theo Clasen (* 29. September 1908 in Neuwied; † 5. September 1988 in Bonn)Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Bd. 53 (1989), S. 619 (Verstorbene Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Sterbedatum Theodor Clasen). war ein deutscher Bibliothekar und Hochschullehrer für Philosophie.[Carl] Theo[dor] Clasen. In: Richard Mummendey: Die Bibliothekare des wissenschaftlichen Dienstes der Universitätsbibliothek Bonn 1818-1968 (= Bonner Beiträge zur Bibliotheks- und Bücherkunde, Bd. 19). Bouvier, Bonn 1968, S. 99f. (mit Schriftenverzeichnis); Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Bd. 51 (1985), S. 379 (Personenverzeichnis). Seine Namensformen variieren, er wird auch als Theo oder Theodor Clasen geführt.

Leben und Wirken Carl Theo Clasen studierte nach seiner Reifeprüfung 1930 in Neuwied Philosophie, Psychologie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Bonn. 1935 promovierte er bei Adolf Dyroff in Bonn.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Bonn 1935. Von 1936 bis 1940 war er als Mitarbeiter an der Deutschen Thomas-Ausgabe tätig. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er u. a. als Heerespsychologe eingesetzt. Vom 1942 bis 1946 war er zunächst als Volontär an der Universitätsbibliothek Bonn tätig und legte 1946 die Fachprüfung für den höheren Bibliotheksdienst ab. Bis 1958 war er als wissenschaftlicher Bibliothekar an der UB Bonn tätig und unterrichtete als Dozent an der Bibliotheksschule des Borromäus-Vereins in Bonn. Im Jahre 1958 übernahm er eine Professur für Philosophie an der Pädagogischen Akademie Köln.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Versuch einer systematischen Erschließung der Quaestiones disputatae de veritate des hl. Thomas von Aquin. Schreder, Meyen 1935 (= Dissertation Universität Bonn). Bemerkungen zum Kollektar der Straßburger Dominikanerin Margarete Widman von 1495 in der Universitätsbibliothek Bonn. In: Wahrheit und Wert in Bildung und Erziehung, Bd. 1 (1955), S, 126–134. Verborgene Schätze. Ein Stammbuch des Biedermeier. Zu einem unbekannten Bildnis der Bettina von Arnim. In: Die Rheinlande, Bd. 1 (1955), S. 24–27 Die musikalischen Autographen der Universitäts-Bibliothek Bonn. In: Dagmar Weise (Hrsg.): Festschrift Joseph Schmidt-Görg zum 60. Geburtstag. Beethovenhaus, Bonn 1957, S. 26–65. Wolfgang Müller von Königswinter und sein Stammbuch. In: Festschrift 100 Jahre Bad Neuenahr. Are-Verlag, Ahrweiler 1958, S. 72–77. Ein Meister mittelalterlicher Malerie im 20. Jahrhundert. Robert Gerstenkorn zum Gedächtnis. In: Franz-Josef Heyen (Hrsg.): Zwischen Rhein und Mosel. Der Kreis St. Goar. Boldt, Boppard 1966, S. 305–308. Eifelbilder Robert Gerstenkorns. In: Eifeljahrbuch, Jg. 1968, S. 82–94. (Hrsg., mit Walther Ottendorff-Simrock): Briefe an Sibylle Mertens-Schaaffhausen (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bonn, Bd. 3). Röhrscheid, Bonn 1974, ISBN 3-7928-0284-8.

Einzelnachweise

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