Adalbert Friedrich Carl Freiherr von und zu Mansbach (* 2. Juni 1820 in Christiania, heute Oslo, Norwegen; † 26. Januar 1890 in Wiesbaden) war ein schwedisch-norwegischer Diplomat und Kammerherr. Er vertrat die schwedisch-norwegische Krone über Jahrzehnte in zentralen diplomatischen Missionen im Deutschen Bund und im jungen Deutschen Kaiserreich.

Biographie Herkunft und Familie Adalbert entstammte dem hessischen Ur-Adelsgeschlecht derer von und zu Mansbach mit Stammsitz am gleichnamigen Ort bei Bad Hersfeld. Er war der Sohn des schwedisch-norwegischen Generalleutnants und Gesandten Carl von und zu Mansbach (1790–1867) und dessen Ehefrau Sophia Marie Anker (1793–1860). Sein Großvater war der dänisch-norwegische General Johann Friedrich von und zu Mansbach (1744–1803).

Diplomatische Laufbahn Geboren in Norwegen, während sein Vater dort in hohen Militär- und Verwaltungsämtern tätig war, trat Adalbert früh in den auswärtigen Dienst der schwedisch-norwegischen Personalunion ein. Aufgrund seiner familiären Wurzeln in Hessen und seiner Ausbildung war er prädestiniert für den Einsatz im deutschsprachigen Raum.

Seine Karriere war geprägt durch die Vertretung nordischer Interessen in einer Zeit des politischen Umbruchs in Mitteleuropa. So fungierte er ab 1859 als schwedisch-norwegischer Gesandter am Sitz des Bundestages in Frankfurt am Main. In dieser Funktion musste er die Positionen der Union während der Krisenjahre (insbesondere der schleswig-holsteinischen Frage) moderieren. Er folgte damit seinem Vater nach, der von 1855 bis 1858 als schwedischer Gesandter in Berlin und Dresden tätig war.

Neben seinen diplomatischen Aufgaben bekleidete er das Amt eines königlich schwedischen Kammerherrn im Hofdienst.

Nach der Auflösung des Deutschen Bundes und der Reichsgründung 1871 blieb er in diplomatischen Funktionen tätig und pflegte die Verbindung zwischen den Höfen in Stockholm, Christiania und Berlin. 1873 trat er mit dem Titel eines Legationsrats offiziell in den Ruhestand.Sveriges och Norges Stats-kalender. Ausgabe des Jahres 1874.

Lebensabend Nach seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst zog sich Adalbert von Mansbach nach Wiesbaden zurück. Die Stadt war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein bevorzugter Wohnsitz für pensionierte Diplomaten und den europäischen Hochadel. Dort verstarb er 1890 im Alter von 69 Jahren.

Familie Mansbach war mit Helene von Motz verheiratet. Das Paar hatte eine Tochter Marie von und zu Mansbach (* 21. November 1851 in Berlin; † 17. Oktober 1928 in Görlitz), die am 12. Juni 1872 auf Gut Mansbach Karl von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf (1844–1910), Landeshauptmann des preußischen Markgraftums Oberlausitz heiratete.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Jahrgang 1891. S. 568. Sveriges Ridderskaps och Adels Kalender. Jahrgang 1888. S. 643. (Erwähnung des Sohnes Adalbert von und zu Mansbach im biographischen Artikel seines Vaters)

Einzelnachweise

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