mini|hochkant|Wappen der Edlen von Silberhorn bei Konrad Tyroff (1825) Silberhorn (auch: Edle von Silberhorn) ist der Name eines erloschenen bayerischen Briefadelsgeschlechts, das sich auch in Königreich Württemberg entfaltete.

Geschichte Die Familie wird allgemein als protestantisch bezeichnet.

Bekannte Familienmitglieder waren die Brüder Johann Nepomuk (* 20. Juni 1780; † 1842) und Johann Georg Silberhorn (* 21. Januar 1782; † 24. August 1854 in München). Aus ihrer Taufmatrikel geht hervor, dass sie als Söhne des Gerbers Johann Michael Silberhorn (* 30. November 1754 in Cham; † 21. Oktober 1796 in Sünching) und seiner Ehefrau Anna Maria (geborene Raith; * 16. Februar 1755; in Atting; † 27. September 1792 in Sünching) in Sünching geboren wurden. Anna Maria war eine Tochter des Organisten und Lehrers Franziskus Antonius Raith aus Wörth an der Donau, Johann Michael Silberhorn war ein Sohn des Landwirts in Cham, Christoph Bonaventura Silberhorn aus Waldmünchen.

Johann Nepomuk Silberhorn war Pfarrer in Giesing und nach ihm wurde im Jahr 1899 die Silberhornstraße benannt. Außerdem verfasste er die Chronik von Giesing.

Sein jüngerer Bruder Johann Georg Silberhorn wurde königlich bayerischer Appellationsgerichtspräsident des Iller Kreises bei Memmingen und erhielt am 21. Juni 1810 oder am 21. Juni 1809 (Immatrikulation am 24. Mai 1813) den bayerischen Adelsstand. Er heiratete Sophie, geborene Freiin von Herrmann auf Wain (* 13. Mai 1791).

Georg hatte sechs Kinder, von denen Friederike den Augsburger Appellationsgerichtsrat Markus Freiherr von Schnurbein heiratete. Aus deren Ehe entstammte der Reichsrat Markus Paul von Schnurbein.

Eine weitere Tochter Georgs war Mathilde (* 11. Dezember 1820), die im Jahr 1840 in zweiter Ehe den königlich bayerischen Kämmerer und bereits pensionierten Generalmajor Gustav Adolf Freiherr von Rummel heiratete und mit ihm zwei Söhne Georg und Philipp hatte. Mathilde war eine Tochter der Josepha, geborener Ruffini, die demnach die zweite Ehefrau Georgs war.

Mit Georgs Sohn Ferdinand (* 1817; † 11. Februar 1860), königlich württembergischen Major erlosch das Adelsgeschlecht Silberhorn in männlicher Linie.

Wappen Blasonierung des Redenden Wappens: In Rot ein silbernes Hifthorn mit grüner Schnur. Helmdecken: rot-silbern. Helmkrone und das Hifthorn als Helmkleinod.

Literatur Edle von Silberhorn in: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, 11. Jahrgang. Brünn 1886. S. 508. (Volltext) Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Band 52. Adelige Häuser Reihe B, Band 10. CA Starke, Limburg an der Lahn 1972. S. 507, 509, 515. (Vorschau in Google-Books) Silberhorn. In: Gustav Adelbert Seyler: Siebmachers Wappenbuch, Abgestorbener Bayerischer Adel, Band 3. Nürnberg 1911. S. 85, Tfl. 52. (Online: Text, Tafel) Edle von Silberhorn. In: Konrad Tyroff: Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Baiern, Band 8. Nürnberg 1825. Tfl. 79. (Online) Von Silberhorn. In: Johann Andreas Tyroff: Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Baiern, Band 20. Nürnberg 1858. Tfl. 72. (Online) Von Silberhorn. In: Johann Andreas Tyroff: Wappenbuch des gesammten Adels im Königreich Württemberg, Band 4. Nürnberg 1850. Tfl. 48. (Online) Silberhorn, Edle in: Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 8 (Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn). Leipzig 1868. S. 496. (Online) Sioberhorn, Edler. In: Karl Heinrich Ritter von Lang (Hrsg.): Adelsbuch des Königreichs Bayern, Band 1. München/Ansbach 1815. S. 549. (Online)

Einzelnachweise

Kategorie:Bayerisches Adelsgeschlecht