Johannes Bruhn, auch Hans Bruhn (geboren am 10. Juli 1898 in Neumünster; gestorben am 20. November 1954 in LübeckZu seinem Todesdatum gibt es unterschiedliche Angaben. In Keilig wird aufgeführt, dass Bruhn noch 1957 in Lübeck lebte und auch Anfang 1955 das Große Verdienstkreuz erhalten hat. Neitzel gibt 1954 als Todesjahr an.) war ein deutscher Generalmajor der Wehrmacht und Kommandeur im Bundesgrenzschutz.
Leben Johannes Bruhn wurde Ende Juni 1915 im Alter von sechzehn Jahren als Kriegsfreiwilliger Soldat im Ersten Weltkrieg und kam zum Feldartillerie-Regiment 9. Er durchlief während dieser Zeit die Unteroffizierslaufbahn und wurde am 21. Juli 1918 im Feldartillerie-Regiment 505 Leutnant der Reserve. Bis Kriegsende war er viermal verwundet worden.
Am 1. April 1920 trat Bruhn in den Polizeidienst ein. Hier wurde er am 27. Januar 1933 Polizei-Major. Nach der Umwandlung der Reichswehr in die Wehrmacht im März 1935 wurde Bruhn als Hauptmann übernommen. Ab 25. September 1937 war er Kommandeur von II./Artillerie-Regiment 39 beim III. Armeekorps. Von der Aufstellung am 1. September 1939 bis 5. September 1940 war er Kommandeur der schweren Artillerie-Abteilung 602 und wurde am 1. Dezember 1939 Oberstleutnant. Ab 13. Juli 1941 führte er das Artillerie-Regiment 818. Am 1. März 1942 wurde er mit Patent zum 1. Juni 1941 zum Oberst befördert und wurde am 14. Oktober 1942 Arko 113 beim XXVI. Armeekorps. Arko 149 wurde er am 9. April 1943. Er wurde am 20. Dezember 1943 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Ab Ende September 1944 übernahm er das Kommando über die 553. Volksgrenadier-Division und wurde im November 1944 zum Generalmajor befördert.
Bruhn geriet am 22. November 1944 in Zabern (französisch Saverne) im Unterelsass in Kriegsgefangenschaft und wurde im Speziallager Trent Park nahe London im Vereinigten Königreich interniert. Er wurde im Mai 1945 in die USA überstellt und von dort aus im Juni 1947 repatriiert.
In der Bundesrepublik wurde Bruhn im November 1951 als Brigadegeneral Kommandeur des Grenzschutzkommandos Mitte des Bundesgrenzschutzes, aus dem er im Juni 1954 krankheitsbedingt ausschied.
Am 31. Januar 1955 soll er mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden sein.
Literatur Generalmajor Johannes Bruhn, in: Sönke Neitzel: Abgehört – Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942–1945. Berlin: Propyläen, 2005, passim, Kurzbiografie S. 432f. Wolfgang Keilig: Das deutsche Heer 1939–1945. Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1956, 211, S. 47.
Weblinks Johannes Bruhn, bei Prabook
Einzelnachweise
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