mini|Kathedrale Santa Maria Assunta in Altamura (2025) mini|hochkant|Blick durch das Mittelschiff Richtung Hochaltar Die Kathedrale Santa Maria Assunta () ist die Kathedrale des römisch-katholischen Bistums Altamura-Gravina-Acquaviva delle Fonti in der Stadt Altamura in Apulien (Italien). Sie hat das Patrozinium Mariä Aufnahme in den Himmel.
Geschichte Das Kirchengebäude ist eine historische Kathedrale im Zentrum von Altamura und bekannt für ihre prachtvollen Steinmetzarbeiten und Zwillingskampanile. Sie ist ein bedeutendes Symbol der Stadtgeschichte und Architektur. Sie wurde im 13. Jahrhundert (zwischen 1232 und 1254) von Staufer-Kaiser Friedrich II. in Auftrag gegeben. Sie ist das einzige religiöse Bauwerk, das der Kaiser in Apulien persönlich in Auftrag gab und finanzierte. Sie gilt als eine der vier Palatinbasiliken Apuliens, die direkt dem Kaiser unterstanden und befreit waren von der bischöflichen Gerichtsbarkeit. Nach einem Erdbeben im Jahr 1316 wurde sie unter der Herrschaft von Robert von Anjou, König von Neapel (1309 bis 1343) weitgehend wieder aufgebaut. Im 16. Jahrhundert vollzog man eine radikale bauliche Änderung, um Platz zu schaffen. Die Ausrichtung der Kirche wurde um 180 Grad gedreht – das ursprüngliche Portal wanderte an die heutige Vorderseite, während die Apsis nach Westen verlegt wurde.Duomo di Altamura. In: Catalogo generale dei Beni Culturali, catalogo.beniculturali.it, 14. November 2021 (italienisch); abgerufen am 29. Januar 2026.
Beschreibung Das reich verzierte spätromanische Hauptportal, das Szenen aus dem Neuen Testament darstellt. Es ist mit 22 (teils als 24 beschrieben) detaillierten Reliefs geschmückt, die das Leben Christi – von der Geburt bis zur Himmelfahrt – erzählen. Bewacht wird es von zwei markanten Löwenstatuen aus dem Jahr 1533.
Ein filigranes Rosettenfenster (auch Rosone) mit 15 Strahlen aus dem 14. Jahrhundert dominiert die Fassade über einer Loggia aus dem 16. Jahrhundert. Es gilt als ein Meisterwerk der apulischen Bildhauerei.
Der Innenraum ist heute stark barock geprägt, mit einer prachtvollen vergoldeten Holzdecke (1686–1723). Zu den bedeutendsten Werken zählen eine monumentale Steinkrippe von Antonello Persio (1587) und eine kunstvoll geschnitzte Kanzel aus dem 16. Jahrhundert. Die Kapitelle der Säulen im Mittelschiff stammen teilweise noch aus der ursprünglichen staufischen Bauphase.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Apulien Kategorie:Mariä-Himmelfahrt-Kirche Kategorie:Römisch-katholische Kathedrale in Italien Kategorie:Nationaldenkmal (Italien) Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Apulien Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Altamura