mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Japanischen Wasserspitzmaus Die Japanische Wasserspitzmaus (Chimarrogale platycephala, syn. Chimarrogale platycephalus) ist ein in Japan endemisches Säugetier in der Gattung der Biberspitzmäuse. Die Populationen wurden zeitweilig in die Himalaya-Wasserspitzmaus (Chimarrogale himalayica) eingeordnet. Zur Schreibweise des Artzusatzes gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während ein Werk von 2018 angibt, dass die grammatikalische Form des Gattungsnamens beachtet werden soll, womit die Schreibweise platycephala ist, wählten die IUCN und ein Werk von 2005 die Schreibweise platycephalus, wie in der ursprünglichen Beschreibung. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung von Nagasaki.

Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 112 bis 135 mm, einer Schwanzlänge von 82 bis 110 mm und einem Gewicht von 37 bis 55 g ist die Art der größte Gattungsvertreter. Sie hat 23 bis 28 mm lange Hinterfüße und der Abstand von der Vorderkante des Hinterhauptbeins zur Spitze der Schneidezähne ist 25 bis 28,5 mm. Diese Spitzmaus hat ein Sommerfell mit grauschwarzer Oberseite und grauer Unterseite, die olivfarbene oder gelbbraune Schattierungen aufweisen kann. Im Winter ist das Fell des Rückens schwarzbraun, während die Unterseite weißlich wirkt. Die Oberseite besitzt einige verstreute längere Deckhaare, die am Hinterteil häufiger sind. Der Schwanz hat immer eine schwarzbraune Oberseite und eine weiße Unterseite. Allgemein tragen die Kronen der Zähne keine Pigmente, nur selten sind sie braun. Neben den Schneidezähnen befinden sich im Oberkiefer je drei einspitzige Zähne. Der diploide Chromosomensatz enthält 52 Chromosomen (2n=52). Die für das im Wasser leben wichtigen Körpermerkmale der Gattung sind auch bei dieser Art vorhanden.

Verbreitung und Lebensweise Die Japanische Wasserspitzmaus lebt auf den Inseln Honshū und Kyūshū. Sie bewohnt meist das Hügel- und Bergland, obwohl sie im Norden gelegentlich die Küste erreicht. Das Tier hält sich an schnell fließenden Wasserläufen auf, in denen viele Steine und herabgefallene Äste vorkommen. Die Unterseite von diesen bietet Verstecke an. Diese Spitzmaus frisst kleine Fische, wasserlebende Insekten, Frösche, Salamander, wurmartige Wirbellose, Krabben, andere Krebse und gelegentlich Flechten.

Das Tier ist ein guter Schwimmer und es kann zu allen Tageszeiten aktiv sein. Die Fortpflanzung findet zwischen Februar und Juni sowie zwischen Oktober und Dezember statt. Ein Wurf enthält durchschnittlich 4 Neugeborene und selten bis zu 6. Die Nachkommen werden in einem Blätternest in einem Erdloch aufgezogen. Laut Feldstudien und Untersuchungen an Museumsexemplaren kann diese Spitzmaus drei Jahre leben.

Gefährdung Stauanlagen mit glatten Wänden können gelegentlich zu Problemen führen. Mit Ausnahme vom Westen Honshūs und Kyūshū haben Landschaftsveränderungen einen Rückgang der Population verursacht. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern), wünscht jedoch eine genaue Beobachtung der Entwicklung.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Spitzmäuse Kategorie:Endemisches Säugetier Japans