mini|Bodenradarantenne in Orly mit dem Logo „csf“ (1964) Die Compagnie générale de la télégraphie sans fil (CSF), international geschrieben auch Compagnie Generale de Telegraphie sans Fil (, ) war ein von 1918 bis 1968 bestehendes französisches Unternehmen, das hauptsächlich auf dem Gebiet der Funktechnik und der Elektronik arbeitete.
Geschichte Mit dem Aufschwung der „drahtlosen“ Telegrafie, die Anfang des 20. Jahrhunderts durch Funkpioniere wie Alexander Popow (1859–1906), Roberto Landell (1861–1928) und Guglielmo Marconi (1874–1937) vorangetrieben wurde, entstanden in zahlreichen europäischen und amerikanischen Ländern neue Firmen. Beispiele sind:
1897 – Wireless Telegraph and Signal Company in England, 1899 – American Marconi Wireless Corporation in den Vereinigten Staaten von Amerika, ab 1919 RCA, 1903 – Telefunken in Deutschland und die 1903 – Canadian Marconi Company in Kanada.
Im Jahr 1918 folgte Frankreich mit der CSF. Zur Funktelegrafie, die in den ersten Jahren den Schwerpunkt bildete, kamen bald weitere Geschäftsfelder hinzu, wie Rundfunk- und Fernsehtechnik, später auch Radartechnik (Bild) und Halbleiterelektronik.
In den 1920er-Jahren bildeten die vier Firmen RCA, Marconi, CSF und Telefunken das sogenannte AEFG (America, England, France, Germany), ein Patentaustausch-Kartell für Elektronenröhren. Sie hatten den Weltmarkt unter sich aufgeteilt.
1968 fusionierte die CSF mit der Compagnie française pour l'exploitation des procédés Thomson-Houston (CFTH), kurz auch Compagnie Française Thomson-Houston genannt, einer Tochtergesellschaft von Thomson-Brandt, zu Thomson‑CSF. Seit 2000 firmiert dieses Unternehmen als Thales.
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Einzelnachweise
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