Béla Lattmann (* 20. Juni 1960 in Budapest; † 26. Januar 2026) war ein ungarischer Bassist, der in den Bereichen Pop, Rock und Jazz wirkte. Sein bevorzugtes Instrument war der E-Bass. Weiterhin war er mehr als dreißig Jahre als Hochschullehrer tätig.
Leben Béla Lattmann wuchs in Dorog auf und besuchte dort die Ilona-Zrínyi-Schule. Seinen ersten Musikunterricht bekam er von Boriska Bálintné Gerstner an der Ferenc-Erkel-Musikschule in Dorog, nahm dann Klavierunterricht an der Musikakademie in Győr und absolvierte abschließend eine Ausbildung in den Fächern Kontrabass und Jazz an der Béla-Bartók-Musikfachschule in Budapest.
Seine erste Beteiligung an einer Schallplattenproduktion war bei dem 1983 erschienenen Album Reggae For Zbiggy als Mitglied der Gruppe von László Gárdonyi mit dem Gastmusiker Zbigniew Namysłowski. Als Bassist war er an zahlreichen Musikproduktionen beteiligt, unter anderem bei Kaszakő, Things együttes, Berki Tamás és a Shabu-Shabu, Ex Antiquis, der Attila-László-Band und dem Csanyi-Lattmann-Quartet. Lange Zeit war er festes Mitglied der Gruppen von Charlie und Zorán.
Auftritte führten ihn in die USA, nach Indien und Israel und er spielte auf Jazzfestivals in Ankara und Moskau.
Seit 1989 unterrichtete er an der Jazz-Abteilung der Franz-Liszt-Musikakademie und trug zur Entwicklung des Lehrplans der Bassgitarrenausbildung bei. Daneben unterrichtete er im Musikstudio von Kőbánya.
Béla Lattmann wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, so 1992 mit dem EMeRTon-díj und 2018 mit dem Artisjus előadóművészeti díj und erhielt einen Verdienstorden der Republik Ungarn.
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