mini|Biberacher Hütte und Braunarlgruppe mini|Rothorn mini|Alpensteinbock unter der Butzenspitze mini|Blick vom Weimarer Steig zur Braunarlspitze auf die Hochgletscher Alpe und die Butzenspitze. Darunter sieht man im Dunst vor der Mohnenfluh und der Juppenspitze den Butzensee. Dahinter im Warther Skigebiet die Karhorngruppe: Das Auenfelder Horn, das Karhorn und das Warther Horn. Das Bergmassiv am linken Bildrand ist der Große Widderstein mini|Nordflanke der Braunarlspitze, das Fürggele, der Hochberg, die Hochgletscheralpe, im Hintergrund der Heiterberg und die Höferspitze mini|Göppinger Hütte und Hochlichtspitze mini|Karte Lechquellengebirge mini|In der Bildmitte die Rote Wand, rechts der Roten Wand der Östliche Johanneskopf, die Löffelspitze, Orgelspitze und die Braunarlspitze. Links der Roten Wand der Dalaaser Pöngertlekopf und die gleich hohe Spitze daneben das 2.539 m hohe Pfaffeneck. Der linke Bildabschluss zeigt den Spullerschafberg. Die Braunarlgruppe ist eine Untergruppe des Lechquellengebirges nach der Gliederung der SOIUSA und eine von 14 Untergruppen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE).

Beschreibung Schroffe Gipfel, ausgedehnte Fels- und Schuttfluren, alpine Rasen und Krummholz prägen die Landschaft. Es gibt keine dauerhaften Siedlungen, keine öffentlich befahrbaren Straßen, nur wenige Güterwege zu den Almen und keine Skigebiete. Dadurch ist die Natur sehr naturbelassen im Gegensatz zum nahegelegenen Skigebiet Arlberg. Das Gebiet ist verhältnismäßig ruhig, eine Ausnahme bildet die Südflanke der Orgelspitze, hier wird Heliskiing betrieben.

Einordnung Das Lechquellengebirge ist in der AVE eine von 27 Gruppen der Nördlichen Ostalpen (Nr. 3a), in der SOIUSA einer von sechs Unterabschnitten der Nordtiroler Kalkalpen, die dort ihrerseits ein Abschnitt der Nördlichen Ostalpen sind. Die SOIUSA gliedert die Braunarlgruppe in die Sektoren Braunarlkamm und Rothorn-Hochberg-Grat. Einordnung nach SOIUSATeilIIOstalpenSektorII/BNördliche OstalpenAbschnittII/B-21Nordtiroler KalkalpenUnterabschnittII/B-21.IILechquellengebirgeObergruppeII/B-21.II-ASpuller Schafberg-Rote Wand-Braunarl-KetteGruppeII/B-21.II-A.3Braunarl-Zitterklapfen-KetteUntergruppeII/B-21.II-A.3.a.BraunarlgruppeUntergruppen-SektorII/B-21.II-A.3.a/aBraunarlkammUntergruppen-SektorII/B-21.II-A.3.a/bRothorn-Hochberg-Grat

Lage

Politische Lage Die Berggruppe liegt politisch in Österreich, Bundesland Vorarlberg und in den Bezirken Bregenz und Bludenz. Die Gemeinden sind Schoppernau (nur die Nordflanke des Rothorns), Schröcken, Lech und Sonntag.

Regionale Lage, Täler und Gewässer Die Braunarlgruppe liegt am Schnittpunkt dreier Regionen, dem hintersten Teil des Bregenzerwaldes, dem Hochtannberggebiet und dem hinteren Teil des Großen Walsertals. Die Europäische Hauptwasserscheide Nordsee/Schwarzes Meer verläuft über den Braunarlkamm. Entwässert werden die Berge nach Norden in die Bregenzer Ach mit kleineren Bächen, Schandtobelbach, Drehtobelbach, Mitteltobelbach, Gehrentobelbach, Gaißbachtobel, Fellbach und noch ein paar kleinere Bäche. In einer Sattelmulde zwischen Bregenzerwald und Hochtannberggebiet liegt der Butzensee, zwischen Mohnenfluh, Butzenspitze und Zuger Hochlicht. Nach Süden wird die Berggruppe entwässert über keine Bäche zum Lech und weiter zur Donau. Nach Osten wird die Berggruppe über den Alpschellenbach, den Plattenbach und die Lutz zur Ill entwässert. Die gesamte Berggruppe hat keine größeren Täler, sie ist nicht besiedelt, es gibt aber zahlreiche Almen, die im Sommer bewirtschaftet werden. Umgrenzung Die Umgrenzung der Braunarlgruppe verläuft im Uhrzeigersinn von Norden entlang der Linie Bregenzer Ach – Fellbach – Butzenseebach – Butzensee – Butzensattel – Markbach oder Morchbach – Lech – Alpertobelbach – Gamsbodenjoch – Alpschellenbach – Plattenbach – Schadonapass – Schandelstobelbach – Bregenzer Ach.

Umliegende Berggruppen Die umliegenden Berggruppen sind die Südöstlichen Walsertaler Berge, die Mohnenfluh-Karhorn-Gruppe, Spuller Schafberggruppe, die Johannesgruppe und die Zitterklapfengruppe. Die Südöstlichen Walsertaler Berge jenseits der Bregenzer Ach gehören bereits zu den Allgäuer Alpen.

Berge und Sättel Der Braunarlkamm besteht aus folgenden Bergen:

Hochlichtspitze 2600 m Löffelspitze (Lechquellengebirge) 2563 m Orgelspitze (Lechquellengebirge) 2592 m Braunarlspitze 2649 m Butzenspitze (Lechquellengebirge) 2547 m

Nördlich der Braunarlspitze befindet sich das Fürggele oder Hochbergsattel mit 21 45 m Höhe, dies ist der Übergang zum nördlich gelegenen Rothorn-Hochberg-Grat.

Der Rothorn-Hochberg-Grat besteht aus den Bergen:

Roßköpfe (Lechquellengebirge) 2006 m Rothorn (Lechquellengebirge) 2239 m Hochberg (Lechquellengebirge) 2324 m Gemsegg 1995 m Am Gamsbodenjoch ist der Übergang zur Johannesgruppe. Dort liegt die Göppinger Hütte. Am Butzensattel ist der Übergang zur Mohnenfluh-Karhorn-Gruppe. Am Schadonapass ist der Übergang zur Zitterklapfengruppe, dort liegt die Biberacher Hütte.

Tourismus Im Gebiet gibt es außer Materialseilbahnen keine Seilbahnen oder Skilifte. Ausgewiesene Mountainbikestrecken gibt es auf die Roter Platzalpe und die Fellealpe. Die Berggruppe ist geeignet für hochalpines Wandern, Bergsteigen, Klettern und im Winter für hochalpine Skitouren. Die Skitour von Schröcken auf die Braunarlspitze zählt zu den beliebten, aber auch sehr anspruchsvollen Touren. Der leichteste Weg im Sommer ist bei trockenem Wetter der auf den Hochberg, der Aufstieg von Schröcken dauert knapp drei Stunden, bei Nässe besteht Rutschgefahr auf den steilen Grashängen. Alle anderen Wege auf die Gipfel sind alpine Steige für geübte Bergsteiger. Der alpine Theodor-Praßler-Weg verläuft von der Göppinger Hütte knapp unterhalb des Braunarlkamms zum Butzensee. Die Wanderwege über die Pässe sind gut begehbar. Besonders der Butzensee ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ein Weitwanderweg berührt die Berggruppe an der Westseite, der Nordalpenweg 01, die Strecke ist auch Teil des Fernwanderwegs E4 alpin, der Weg verbindet die Göppinger Hütte mit der Biberacher Hütte. Der Weitwanderweg Walserweg führt von der Biberacher Hütte über das Fürggele zur Felle-Alpe und dann weiter zum Körbersee.

Naturschutz

Große Teile der Berggruppe gehören zum UNESCO-Biosphärenpark Großes Walsertal. Im Gebiet gibt es zahlreiche ausgewiesene Biotope, darunter das Biotop Nr. 23407 Wasserfall bei der Hochgletscheralpe. Der Wasserfall des Fellbachs fällt in fast freiem Fall über eine ca. 100 m hohe Steilstufe. Das Gebiet gehört zu drei Weißzonen: Weißzone Metzgertobel, Weißzone Braunarl und Weißzone Felle.

Siehe auch Lechquellengebirge Braunarlspitze Weblinks

Vorarlberg Atlas Tourenberichte Braunarlspitze Tourenberichte Hochberg

Einzelnachweise

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