mini|Joanna Kiliszek (2013) Joanna Kiliszek (* 15. September 1964 in Warschau) ist eine polnische Kulturmanagerin, Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie war Direktorin des Polnischen Instituts in Leipzig (1996–2001) sowie des Polnischen Instituts in Berlin (2001–2006) und stellvertretende Direktorin des Adam-Mickiewicz-Instituts (2008–2014).

Leben Joanna Kiliszek besuchte von 1979 bis 1983 das XVII. Lyzeum „Andrzej Frycz Modrzewski“ in Warschau.

Zwischen 1985 und 1987 leitete sie die Galeria Wieża an der St.-Anna-Kirche in Warschau. Anschließend führte sie bis 1991 gemeinsam mit Andrzej Rosołek die Galeria Dziekanka, einen unabhängigen Ausstellungsort für polnische und internationale Gegenwartskunst, an dem unter anderem Mirosław Bałka ausstellte.

Sie veröffentlichte Texte unter anderem in der Gazeta Wyborcza, der Rzeczpospolita, im Magazin Art & Business sowie im deutschen Nachrichtenmagazin Focus.

Von 1996 bis 2001 war sie Direktorin des Polnischen Instituts in Leipzig, anschließend bis 2006 Direktorin des Polnischen Instituts in Berlin.

Zwischen 2008 und 2014 war sie stellvertretende Direktorin des Adam-Mickiewicz-Instituts.

2011 kuratierte sie eine Ausstellung des Malers Neo Rauch in der Zachęta – Nationalgalerie für Kunst in Warschau.

In den Jahren 2010–2011 war sie Mitglied der Jury zur Auswahl der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 in Polen. 2013 gehörte sie der Jury für das kuratorische Projekt des polnischen Beitrags zur 55. Biennale von Venedig an.

Sie ist Mitglied der polnischen Sektion der Internationalen Kunstkritikervereinigung (AICA) sowie des Bürgerforums für Gegenwartskunst.

Von 2016 bis 2019 war sie Doktorandin im Rahmen des europäischen Marie-Skłodowska-Curie-Stipendiums (NACCA – New Approaches in the Conservation of Contemporary Art) an der Akademie der Bildenden Künste Warschau unter der Betreuung von Iwona Szmelter. 2019 promovierte sie mit der Arbeit Werte und Bewertung moderner und zeitgenössischer visueller Kunst. Die Rolle reflektierender Praxis – Sammlung des Kunstmuseums Łódź 1931–2018.

Zwischen 2021 und 2022 war sie Co-Kuratorin der polnisch-deutsch-israelischen Ausstellung City Limits, die im Zentrum für Polnische Skulptur in Orońsko sowie in der Kunsthalle Düsseldorf gezeigt wurde.

2024 wurde sie in den ehrenamtlichen Ortsbeirat von Schönwalde-Glien gewählt. Im August 2025 übernahm sie die Leitung der Berliner Außenstelle des Instituts für Solidarität und Tapferkeit Witold Pilecki.

Privates Ihr Vater war Ryszard Kiliszek, Soldat der Armia Krajowa und Teilnehmer des Warschauer Aufstandes.

Weblinks

Projektbeschreibung NACCA

Einzelnachweise

Kategorie:Kulturmanager Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Frau