Johann Friedrich Bonte (* 27. Februar 1781 in Berlin; † 11. Dezember 1832 in Neuhardenberg) war ein deutscher Seidenbandfabrikant, Gutsbesitzer in Neuhardenberg und Malerdilettant.

Leben Johann Friedrich Bonte der Zweite, wie er in der Familienchronik genannt wird, war das vierte Kind von Abraham Louis Bonte (1739–1809) und Christiane Kessler (1746–1805). Sein Vater hatte 1773 in Berlin eine Seidenbandfabrik in der Brüderstraße 12 gegründet. Wegen seines Zeichentalents ließ ihn sein Vater 1793 und 1794 die Zeichenschule von Professor Ferdinand Collmann an der Akademie der Künste besuchen. Bei seinem Vater lernte Johann Friedrich Bonte den Handel, war dann ab April 1798 vier Jahre lang in Magdeburg und ging dann nach Berlin zurück. Von 1802 bis 1803 unternahm er eine Reise über Frankfurt a. M., Basel und Genf nach Lyon, wo er sich in der Seidenstofffabrikation unterrichtete. Von dort reiste er weiter über Marseille, Toulon und Nizza nach Genua. Die Reise durch Italien führte ihn nach Livorno, Pisa, Siena, Rom, Neapel, Florenz, Bologna, Venedig, Triest, Vicenza, Mailand und Turin und dauerte über vier Monate. Anschließend durchreiste er von Genf aus die ganze Schweiz, Frankreich, wo er sich vier Monate in Paris aufhielt, Flandern, Brabant und Holland und kehrte dann über Magdeburg nach Berlin zurück. 1804 heiratete er Henriette Louise Beust (geb.1783), mit der er drei Kinder hatte. Später übernahm er Haus und Geschäft seines Vaters in Berlin, aber höher als das Geschäft schätzte er Kunst und Wissenschaft. Daher gab er das Geschäft 1820 auf und kaufte einen ländlichen Besitz in Neuhardenberg, den er ab 1821 mit seiner Familie bewohnte. Er widmete sich seiner Lieblingsleidenschaft, der Malerei. Im Jahr 1816 wurde er in den Berlinischen Künstler-Verein aufgenommen und 1817 zum Säckelmeister gewählt. Am 7. März 1821 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft. 1826–1830 stellte Bonte Proben seiner Arbeit, überwiegend romantische Landschaften in Öl, in der Akademieausstellung aus.

Literatur Stamm-Register und Geschichte der Familie Bonte, Magdeburg 1844, S. 33–34 Autobiographie, kommentiert von Reimar F. Lacher. In: Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800/Online-Dokumente, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften 2005, S. 9–10

Weblinks Panoramalandschaft. In: Gallerix online museum. Abgerufen am 26. Januar 2026 2 Werke. In: museum-digital smb. Abgerufen am 26. Januar 2026

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