Das Wohnhaus Großbeerenstraße 20 in Bremen-Schwachhausen, Ortsteil Radio Bremen, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Es wird aktuell (2026) zum Wohnen genutzt.

Das Gebäude steht seit 2024 unter bremischem Denkmalschutz.

Geschichte und Beschreibung Das zweigeschossige, trauf- und giebelständige, verputzte Doppelwohnhaus mit ziegelgedecktem Walm- und Satteldach, dem eingeschossigen, seitlichen, runden markanten Erker mit dem Eingang und darüber der seitlichen Erweiterung mit Balkon im Obergeschoss, sowie dem Erker an der Straßenseite mit Loggia wurde 1911 im Stil der Reformarchitektur von der Baufirma der Brüder Johann Andreas und Friedrich Carl Greten gebaut.

Das Wohnhaus war Teil eines ersten und beispielhaften Gartenstadtprojekts in Bremen. Das Wohnviertel wurde nach Plänen von Heinz Stoffregen nach dem Vorbild englischer Gartenstädte mit ausreichenden Grünflächen für eine bürgerliche Schicht geplant. Unterschiedliche Häuser an auch kurvigen Straßen gaben ein architektonisch und städtebaulich differenziertes Gesamtbild. Von 1908 bis 1929 entstanden im Gartenviertel 23 Einfamilienhäuser, acht Doppelhäuser, zwei Dreihausgruppen und eine aus fünf Häusern bestehende Zeile auf Grundstücken von jeweils 300 bis 400 m².

Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… Die Entwürfe wurden nicht von Stoffregen unterzeichnet. Es ist wahrscheinlich, dass hier ein anderer Architekt die Vorlage geliefert, sich dabei aber sehr gut an die bereits bestehenden Bauten angepasst hat ….“

Literatur Heinz Stoffregen: Zur Gartenstadt-Bewegung in Bremen. Mitteilungen des Gewerbemuseums zu Bremen, 1908, S. 95/96 Achim Todenhöfer: Die Gartenstadt Schwachhausen von Heinz Stoffregen. In: Denkmalpflege in Bremen, Heft 19, Bremen 2022

Einzelnachweise

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