Roger Lawrence Ewing (* 12. Januar 1942 in Los Angeles, Kalifornien; † 18. Dezember 2025 in Morro Bay, San Luis Obispo, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Fotograf, der von 1964 bis 1972 vor der Kamera aktiv war.
Leben Ewing wurde 1942 in Kalifornien geboren. Er war der Sohn von Thomas Ewing Jr. und Jeanne Walsh sowie Bruder von Barbara Lucy Ewing. Schon während seiner Zeit an der High School trat er in einer satirischen Bühnenversion der Western-Fernsehserie Rauchende Colts auf – nach eigenen Angaben war er selbst Fan der Serie. Nach der Schule besuchte er ein Jahr lang das College und arbeitete zunächst als Rettungsschwimmer, bevor er sich ab 1964 der Schauspielerei widmete.
1972 zog er sich von der Arbeit vor der Kamera zurück und wurde professioneller Fotograf. Er reiste unter anderem durch Europa, Mexiko sowie Russland und besuchte den südpazifischen Raum. 2003 kandidierte er für den Stadtrat seiner kalifornischen Heimatstadt Morro Bay.
Ewing starb im Dezember 2025 im Alter von 83 Jahren. Er war nie verheiratet und hatte keine Kinder.
Karriere Seinen ersten Auftritt vor der Kamera hatte Ewing im Jahr 1964 im Film Operation Pazifik.
1965 erschien er erstmals, im Alter von 23 Jahren, in der Fernsehserie Rauchende Colts (Folge Song for Dying). Seine Darstellung beeindruckte die Produzenten und sie boten ihm die feste Rolle des Deputy Marshal Clayton Thaddeus „Thad“ Greenwood an. Hintergrund des Angebots war auch ein Vertragsstreit zwischen dem Hauptdarsteller der Serie, James Arness, und CBS: Ewings Rolle wurde eingeführt um Arness bei Bedarf ersetzen zu können, nachdem Burt Reynolds zuvor die Serie verlassen hatte. Das führte 1967 dazu, nachdem die Auseinandersetzung zwischen Arness und dem Sender beigelegt war, dass Ewing nach 52 Folgen aus der Serie wieder herausgeschrieben und später durch Buck Taylor ersetzt wurde.
Im Jahr 1968 trat er als „Bachelor Nr. 2“ in einer Prominentenausgabe der Show The Dating Game auf, in der die damals noch unbekannte Lindsay Wagner jedoch einen anderen Kandidaten für ihr Date auswählte. Regisseur John Schlesinger zog Ewing ernsthaft für die Titelrolle in Asphalt-Cowboy aus dem Jahr 1969 in Betracht, nachdem der Dramatiker William Inge ihn vorgestellt hatte. Produzent Jerome Hellman traf Ewing darauf auf Schlesingers Empfehlung und fand ihn zwar attraktiv, war jedoch der Ansicht, dass er nicht alle Eigenschaften hatte, die die Rolle erforderte. Letztlich erhielt der Schauspieler Jon Voight die Rolle.
Weitere Rollen hatte Ewing in Fernsehserien wie Tausend Meilen Staub, The Farmer’s Daughter, Verliebt in eine Hexe, The Eleventh Hour, Schiff ahoi! – Von Seebären und Landratten, in drei Folgen der The Bing Crosby Show als Eddie Fox, in The Mothers-in-Law, Im Wilden Westen, Room 222 sowie in Filmen wie Smith! – Ein Mann gegen alle mit Glenn Ford und Der Lohn der Mutigen mit Frank Sinatra und Clint Walker. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera hatte er im Film Spiel dein Spiel mit Anthony Perkins.
Im deutschen Sprachraum wurde Ewing unter anderem von Ulrich Gressieker, Andreas Hosang, Andreas von der Meden und Ronald Nitschke synchronisiert.
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