Joachim Labenz (* 9. April 1956) ist ein deutscher Internist und Gastroenterologe. Er ist insbesondere durch sein Mitwirken an nationalen medizinischen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) bekannt.
Beruflicher Werdegang Labenz ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Er wuchs in Hamm auf, studierte Humanmedizin an der Universität Mainz und wurde ebenda 1983 promoviert. Anschließend war er als Assistenzarzt, Funktionsoberarzt und schließlich Oberarzt am Elisabeth-Krankenhaus Essen tätig.Professor Dr. Joachim Labenz seit 25 Jahren am Diakonie Klinikum. In: diakonie-sw.de. 30. März 2022. Abgerufen am 27. Januar 2026. 1996 habilitierte er sich im Fach Innere Medizin und erhielt 1997 die Lehrbefugnis (Venia Legendi) an der Universität Duisburg-Essen, der er weiterhin angehört. Er war von 1997 bis 2022 am Diakonie-Klinikum Siegen tätig, wo er leitende ärztliche Funktionen innehatte.
Leitlinienarbeit Labenz war an mehreren medizinischen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) beteiligt, die im Register der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) geführt werden.
In der S2k-Leitlinie Gastroösophageale Refluxkrankheit und eosinophile Ösophagitis (AWMF-Registernummer 021-013, Version 2023) ist Labenz als Leiter einer Arbeitsgruppe sowie als Mitglied der Steuergruppe benannt.
Darüber hinaus ist Labenz als Mitautor der S3-Leitlinie Divertikelkrankheit/Divertikulitis (AWMF-Registernummer 021-020, Version 2022) aufgeführt.
An der S2k-Leitlinie Komplikationen der Leberzirrhose (AWMF-Registernummer 021-017, Version 2019) wirkte er als Mitautor mit und war an der Aktualisierung der Leitlinie in koordinierender Funktion beteiligt.
Zudem ist er als Mitautor der S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit (AWMF-Registernummer 021-001) genannt.
Fachgesellschaftliches Engagement Labenz engagiert sich in mehreren gastroenterologischen Fach- und Berufsverbänden. Seit 2009 gehört er dem Vorstand der Sektion Gastroenterologie des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) an und ist dort Vorsitzender. Von 2009 bis 2016 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Leitender Gastroenterologischer Krankenhausärzte (ALGK). Anschließend blieb er Mitglied des Vorstands. Seit 2016 ist er Mitglied des Vorstands des Berufsverbands Gastroenterologie Deutschland (BVGD).
Weitere Tätigkeiten Labenz war Gast in einzelnen medizinischen Podcastformaten zu gastroenterologischen Themen. Dazu zählt eine Folge des „ENDO Podcast – Good Morning Endoscopy!“ zur gastroösophagealen Refluxkrankheit. Er wirkte außerdem an einer Episode des Podcasts „Modern Medicine mit Alessandro Falcone“ zu funktionellen gastrointestinalen Beschwerden und SIBO mit. Darüber hinaus ist er am Podcast „Die Verdauungscouch“ beteiligt, der sich mit gastroenterologischen Themen für Patienten und medizinisch Interessierte befasst.
Weblinks
Einzelnachweise Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Leitlinienregister Gastroenterologie. Online verfügbar über das AWMF-Leitlinienregister (abgerufen am 23. Januar 2026). Diakonie in Südwestfalen: Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen – Pressemitteilung/Artikel zu Prof. Dr. Joachim Labenz. Online verfügbar unter: https://www.diakonie-sw.de/details/artikel/prof-dr-joachim-labenz-leitet-internisten-kongress/ (abgerufen am 23. Januar 2026).
Universität Duisburg-Essen: Lehrbefugnis / Hochschullehrer im Fach Innere Medizin. Online verfügbar über die Universitätsseiten der UDE (abgerufen am 23. Januar 2026). AWMF: S2k-Leitlinie „Gastroösophageale Refluxkrankheit und eosinophile Ösophagitis“. AWMF-Registernummer 021-013, Version 2023. (abgerufen am 23. Januar 2026). AWMF: S3-Leitlinie „Divertikelkrankheit/Divertikulitis“. AWMF-Registernummer 021-020, Version 2022 (abgerufen am 23. Januar 2026). AWMF: S2k-Leitlinie „Komplikationen der Leberzirrhose“. AWMF-Registernummer 021-017, Version 2019 (abgerufen am 23. Januar 2026). AWMF: Leitlinienreport zur aktualisierten S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) zu Komplikationen der Leberzirrhose. AWMF-Registernummer 021-017. (abgerufen am 20. Februar 2026). AWMF: S2k-Leitlinie „Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit“. AWMF-Registernummer 021-001 (abgerufen am 23. Januar 2026).
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