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Die Bahnstrecke Galgamácsa–Vácrátót ist eine kurze eingleisige und elektrifizierte Eisenbahnverbindung im Komitat Pest in Ungarn. Sie führt durch das Hügelland von Gödöllő (Gödöllői-dombság), einem Ausläufer des Nördlichen Ungarischen Mittelgebirges.

Geschichte Die Bahnstrecke wurde zur Umgehung und Entlastung der innerstädtischen Bahnhöfe von Budapest für den Güterverkehr projektiert. Sie sollte unter Nutzung von durch die Bahnstrecken Aszód–Lučenec und Rákospalota-Újpest–Vác bereits vorhandener Streckenabschnitte die Hauptbahnen Budapest–Hatvan und Budapest–Szob miteinander verknüpfen. Der neue Abzweigbahnhof in Galgamácsa ersetzte dabei den 1896 eröffneten, etwas weiter nördlich gelegenen Bahnhof Galgamácsa an der Bahnstrecke nach Lučenec. Unweit von Galgamácsa wurde zudem ein Schrankenposten eingerichtet. Auch der bereits bestehende Haltepunkt Vácrátót wurde zum Abzweigbahnhof ausgebaut.

miniatur|rechts|Empfangsgebäude von Galgamácsa wenige Jahre nach der Einweihung (1955) Nach zweijähriger Bauzeit erfolgte am 4. November 1951 die Eröffnung der 15 Kilometer langen Strecke. Am 1. Januar 1952 wurde auch der Personenverkehr mit zunächst zwei täglichen Zugpaaren aufgenommen und die Haltepunkte Váckisújfalu und Kisnémedi dem Verkehr übergeben. Die Strecke wurde für einen späteren zweigleisigen Ausbau angelegt; am Haltepunkt Kisnémedi war dafür bereits eine Fußgängerunterführung errichtet worden. 1985 erfolgte die Elektrifizierung der Strecke, nachdem die angrenzenden Hauptbahnen bereits bis Anfang der 1970er Jahre elektrifiziert worden waren.

Ab 1993 waren die beiden Haltepunkte nicht mehr mit Personal besetzt. Der Personenverkehr von zuletzt sieben Zugpaaren zwischen Aszód, Galgamácsa, Vácrátót und Vác wurde am 12. Dezember 2009 eingestellt. Am 11. Dezember 2022 wurde dieser wieder aufgenommen, der Haltepunkt Kisnémedi wurde jedoch nicht erneut in Betrieb genommen.

Streckenbeschreibung Die Strecke verläuft von Galgamácsa aus über Váckisújfalu in nordöstlicher Richtung nach Vácrátót. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h. Die Kilometrierung verläuft von Aszód bis Vác, da beim Bau der Strecke auch die Abschnitte der bereits bestehenden Nebenbahnen ertüchtigt worden waren. Beide Bahnhöfe besitzen je zwei mechanische Wärterstellwerke sowie eine Befehlsstelle im Empfangsgebäude. Sämtliche Hauptsignale sind Formsignale.

Betrieb Über die Strecke verkehren im Zwei-Stunden-Takt Nahverkehrszüge der Linie S77 Aszód–Vác. Dabei kommen mit Elektrolokomotiven der Baureihe 432 bespannte Wendezüge sowie Elektrotriebzüge vom Typ FLIRT zum Einsatz.

Weblinks

Bilder der Betriebsstellen auf vasutallomasok.hu

Einzelnachweise

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