Der Hogglibach ist ein rund vier Kilometer langer Bach in den Schweizer Kantonen Schwyz und St. Gallen, der vom Nordhang des Planggenstocks in den Schwyzer Alpen in die Linthebene hinunterfliesst und nordöstlich von Reichenburg als Schwaderaugraben in den Linksseitigen Linth-Hintergraben mündet. Über diesen ist er ein indirekter Zufluss des Zürichsees im Flussgebiet der Limmat.
Geographie Verlauf Während sich die erste Hälfte des Bachlaufs vom Gebirge bis zu den Siedlungen von Reichenburg kaum geändert hat, wurde der Verlauf des Hogglibachs in der Linthebene bei Flusskorrektionen und Flurmeliorationen weitgehend neu angelegt.
Der Oberlauf des Gewässers beginnt mit mehreren Quellbächen am sehr steilen, bewaldeten Berghang im Gebiet Hoggli im Süden des Gemeindeareals von Reichenburg. In der feuchten Berglandschaft liegen unweit von den Hogglibachquellen Moore von nationaler Bedeutung.Objektblatt «Nöchen» im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung. Am Felsmassiv, das aus Kalknagelfluh besteht, entstehen zahlreiche Wildbäche, die gegen Norden und Nordosten in die Linthebene hinunterfliessen und am Hangfuss ausgedehnte Bachschuttkegel angehäuft haben. In den 2010er Jahren wurde das Gerinne des Bachs im Dorf und in der Ebene als Hochwasserschutzmassnahme ausgebaut.
Der Hogglibach entwässert einen schmalen Geländestreifen am Berg zwischen dem Rütibach links von ihm und dem Schäflibach auf der rechten Seite. Der separate Hogglibach Ost ist heute ein Nebenbach des Schäflibachs. Unterhalb der Waldzone überqueren die Bäche das Landwirtschaftsgebiet am Usser Berg. Unterhalb des Steinerbrüggli passiert der Hogglibach die Hauptstrasse 3 und danach das Reichenburger Siedlungsgebiet Allmeindli.
Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mündete der Schäflibach, der heute ebenfalls direkt in den Linken Linth-Nebengraben geleitet ist, unterhalb der Kantonsstrasse in den Hogglibach. Dieser floss an der Vogtswies und über die Allmeind in die Ebene hinaus, wo er vor der Linthkorrektion im Sumpfland neben der Linth endete. Bei den ersten Entwässerungsprojekten am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bachgraben begradigt und durch das flache Feuchtgebiet der Schwaderau verlängert, so dass er in den Linken Hintergraben neben dem Linthkanal fliesst und zur besseren Drainage des Gebiets Giessenwiesen beiträgt.
Der Bach wird bei Reichenburg von der Bahnlinie Zürich–Chur und an der Kantonsgrenze, neben dem Linthkanal, von der Autobahn A3 überquert.
Einzugsgebiet Das 1,96 km² grosse Einzugsgebiet des Hogglibachs erstreckt sich von den Schwyzer Alpen bis zur Linthebene und wird über den Linksseitigen Linth-Hintergraben, die Alt Linth, die Limmat, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Er grenzt im Osten an das Einzugsgebiet des Strubengrabens (Schäflibach), der in den Linksseitigen Linth-Hintergraben mündet; im Südosten und Süden an das des Biltnerbachs, der ebenfalls in den Linksseitigen Linth-Hintergraben mündet; im Südwesten an das des Rütibachs, der über den Wildbachkanal und die Alt Linth in den Obersee entwässert; im Westen an das des Rietwiesengrabens, der über die Spettlinth (Tankgraben) in den Wildbachkanal entwässert; und ansonsten an das des Linksseitigen Linth-Hintergrabens direkt, der in die Alt Linth mündet.
Das Einzugsgebiet besteht zu 34,2 % aus bestockter Fläche, zu 50,1 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 13,4 % aus Siedlungsfläche und zu 2,3 % aus unproduktiven Flächen.
Flächenverteilung
Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt
Weblinks Hogglibach. Geoportal des Kantons Schwyz Mündung des Schwaderaugrabens in den Linksseitigen Linth-Hintergraben. Geoportal des Kantons St. Gallen
Einzelnachweise
3Hogglibach Kategorie:Fluss in Europa Kategorie:Fluss im Kanton Schwyz Kategorie:Fluss im Kanton St. Gallen