mini|Scheibenriss mit dem Wappen von Brunn und Baumgartner erstellt von Hans Jakob Plepp (1592) Hans Jakob Plepp (* um 1557/1560 in Biel; † 1597/1598 in Bern) war ein bedeutender Schweizer Glasmaler und Zeichner der Spätrenaissance.

Biografie und Wirken Hans Jakob Plepp wurde als Sohn des Bieler Lateinlehrers Mauritius Plepp und der Margareta Ruf geboren. Er erhielt einer Ausbildung in Biel zum Glasmaler, danach in Bern und möglicherweise auch in Schaffhausen und Zürich. Ab 1581 war er in Basel tätig.

Seine Wappenscheiben für Familien, Zünfte und für den Klerus in Basel und Bern schöpfen aus Vorlagen von Daniel Lindtmayer und Tobias Stimmer und variieren diese zu immer wieder neuen, oft in gemalte Architektur eingebettete, figurenreiche Formen, die wegweisend für die Wappenscheibenmalerei des 17. Jahrhunderts wurden.

Plepp hinterliess letztendlich ein umfangreiches Gesamtwerk an Zeichnungen und Entwürfen, von denen sich heute viele in bedeutenden Museen befinden. In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe werden Entwürfe wie der „Bannerträger“ oder der „Trommler“ verwahrt. Auch im British Museum (London), im Metropolitan Museum of Art (New York) und in der National Gallery of Art (Washington D.C.) befinden sich Werke von ihm.

Er heiratete die Bürgerstochter Salome Heintz. 1593 zog er nach Bern, erhielt dort 1595 das Bürgerrecht und verstarb nur wenige Jahre später im Alter von etwa 40 Jahren. Sein Sohn Joseph Plepp (1595–1642) wurde ebenfalls ein bekannter Maler, Architekt und Kartograf in Bern.

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Einzelnachweise National Gallery of Art: Hans Jakob Plepp

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