mini|Max Westphal Max Julius Johannes Franz Westphal (* 12. August 1880 in Stendal; † 27. September 1916 bei Korytnica in Wolhynien) war ein deutscher Verbandsfunktionär und Politiker.
Leben und Wirken Max Westphal wurde in Stendal in der Altmark geboren. Er studierte Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Geschichte und Philosophie in Genf und in Berlin. Von 1902 bis 1904 arbeitete Westphal als wissenschaftlicher Assistent an der Handwerkskammer Berlin, 1903 promovierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin zum Dr. phil.Dr. Max Westphal †. In: Hamburger Fremdenblatt, 7. Oktober 1916, S. 21. (Online)
Von 1904 bis 1907 war er Generalsekretär des Zentralverbands Deutscher Bäckerinnungen, daneben arbeitete er als Syndikus des Zentralausschusses der Vereinigten Innungsverbände Deutschlands. Ab 1907 war er Generalsekretär des Wirtschaftlichen Schutzverbandes in Hamburg. 1910 promovierte er erneut, diesmal zum Dr. jur. an der Universität Rostock. Ab Februar 1913 war Westphal als Teil der Fraktion der Linken Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, als solcher gehörte er dem Ausschuss für die Landesversicherungsanstalt an.
Westphal diente als Vizefeldwebel im Landwehr-Infanterie-Regiment 61. Am 27. September 1916 fand er bei einem Sturmangriff bei Korytnica nahe Luck den Tod.Todesurkunde Max Julius Johannes Franz Westphal, ausgestellt am 29. November 1916. Hamburgisches Standesamt Nr. 21, Sterbehauptregister 1916 / III, Eintrag Nr. 1427 im Staatsarchiv Hamburg Allein aus der 6. Kompanie Westphals starben an dem Tag 37 Soldaten.Wilhelm Jentzsch, Kurt Hertzberg, Karl Vogt: Das Königlich Preußische Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 61. Bernard & Graefe, Frankfurt/Main 1939, , S. 322–323. (Das Gefecht vom 27. September 1914 ist im Kapitel Der Angriff auf den Eierwald bei Korytnica beschrieben, S. 227–236.) 1931 wurde in den Räumen der Bürgerschaft im Rathaus eine Ehrentafel für die beiden im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürgerschaftsmitglieder enthüllt, also Max Westphal und Arthur Warncke.Ehrentafel für die gefallenen Bürgerschaftsmitglieder. In: Hamburger Fremdenblatt, 21. September 1931, S. 5. (Online)
Schriften Die deutsch-spanischen Handelsbeziehungen. Duncker & Humblot, Leipzig 1903, . (Dissertationsschrift ab der Universität Berlin) Erhebung über die Wirkungen des Handwerkergesetzes. In: Die Organisation des Handwerks. Jg. 32 (1908), S. 1115–1167, PPN 497413809. Ein hamburgisches Verantwortlichkeitsgesetz. In: Annalen des Deutschen Reiches für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft, Jg. 43 (1910), Nr. 1, S. 18–32, PPN 355693046. Der Einfluß der Landtage in den deutschen Einzelstaaten auf die Instruktion der Bundesratsbevollmächtigten. Lehmann & Bernhard, Schönberg i. Meckl. 1910, PPN 235951188. (Dissertationsschrift an der Universität Rostock)
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (1859–1919) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1916 Kategorie:Mann