Der Königsbann (lateinisch bannus, seltener bannum, von ahd. ban) ist die Regierungsgewalt eines Königs im Mittelalter.

Der Begriff Bann bezeichnet das Gebot und das Verbot selbst die für die Übertretung des Bannes festgelegten Strafen den Bezirk, in dem der Bann galt

Der Königsbann wird in der Rechtsgeschichte nach seinen Funktionen unterteilt in Heerbann (das Recht, das Heer aufzubieten), Blutbann (Blutgerichtsbarkeit; hierunter fallen Hinrichtungen), Friedensbann (der besondere königliche Schutz für Personen und Sachen), Verordnungsbann (die Befugnis, Rechtsnormen zu erlassen) und Verwaltungsbann (die ausführende Gewalt).

Per Bannleihe übertrug (verlieh) der König den Bann, vor allem den Blutbann, an Grafen oder Vögte zur Ausübung.

Siehe auch Anathema  Kirchenbann Bann (Recht)  Überblick zu verschiedenen Kulturen und Rechtsordnungen Bannrecht   Wirtschaftsordnung Zwing und Bann  Niedergerichtsbarkeit

Literatur Mittellateinisches Wörterbuch, I 1967, Sp. 1341–1348 s.v. bannus Heinrich Mitteis; Heinz Lieberich, Deutsche Rechtsgeschichte. Ein Studienbuch. München 1974 u.ö. Johannes Schneider, Teja Erb, Bannus. Zur Geschichte einer mittellateinischen Wortgruppe im europäischen Bezug, in: Archivum latinitatis medii aevi, Bd. 64, 2006, S. 57–103.

Weblinks „bann“ im Deutschen Rechtswörterbuch

Konigsbann