Aggregat ist ein deutscher Dokumentarfilm von Marie Wilke aus dem Jahr 2018. Der Film montiert beobachtende Szenen aus politischem und medialem Alltag in Deutschland und verzichtet auf Kommentar und Off-Erzählung.

Inhalt Der Film versammelt Beobachtungen aus Situationen, in denen Politik öffentlich vermittelt, verhandelt oder medial gerahmt wird. In der Montage entsteht eine Collage, die Fragen nach demokratischer Öffentlichkeit und nach der Rolle der Medien im politischen Prozess berührt.

Produktion Aggregat wurde von der Kundschafter Filmproduktion GmbH produziert; die Kamera übernahm Alexander Gheorghiu, der Schnitt lag bei Jan Soldat und Marie Wilke. Die Regisseurin beschrieb den Film in einem Interview als Sammlung von Fragmenten, nicht als lineare Erzählung.

Veröffentlichung Die Uraufführung fand am 20. Februar 2018 im Rahmen des Internationalen Forums der Berlinale in Berlin statt; der Kinostart bei Zorro Filmverleih in Deutschland war am 29. November 2018.

Auszeichnungen

Preis der deutschen Filmkritik (Filmjahr 2018): Bester Dokumentarfilm Duisburger Filmwoche (42. Ausgabe, 2018): „Carte Blanche“ Filmkunstpreis Sachsen-Anhalt (2018): Bester Dokumentarfilm

Rezeption Filmdienst bezeichnete Aggregat als essayistischen Dokumentarfilm, der mit nüchterner Distanz Situationen beobachtet, in denen Politiker, Bürger und Journalisten ihre jeweilige Rolle im demokratischen Prozess verhandeln. epd Film ordnete Aggregat als beobachtenden Dokumentarfilm ein, der politischen und medialen Alltag in der Bundesrepublik zeigt und durch assoziative Montage Fragmente zu einem Zeitbild verdichtet. kinofenster.de betonte die Bedeutung der Montage für die Wirkung des Films und ordnete ihn als „Dokumentarfilm über Demokratie“ ein.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2018 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm