mini|William Benton Museum of Art, University of Connecticut, Storrs, Connecticut Das William Benton Museum of Art ist ein Kunstmuseum an der University of Connecticut in Storrs im Bundesstaat Connecticut. Es fungiert als staatliches Kunstmuseum von Connecticut und beherbergt eine Sammlung von über 7500 Kunstwerken. Das Museum ist nach dem US-Senator und Treuhänder der Universität William Benton benannt.
Geschichte Die Ursprünge der Sammlung gehen auf Charles Lewis Beach zurück, der von 1908 bis 1928 als vierter Präsident des Connecticut Agricultural College fungierte. Bei seinem Tod im Jahr 1933 vermachte er der Hochschule seine umfangreiche Sammlung amerikanischer Kunst sowie einen Treuhandfonds für künftige Erwerbungen. Die ursprüngliche Sammlung bestand aus Werken von Künstlern wie Childe Hassam, Henry Ward Ranger, Emil Carlsen, Charles Harold Davis, Ernest Lawson und Guy Wiggins.
Im Jahr 1965 schenkte der Genetiker und Professor Walter Landauer der Universität 107 Druckgrafiken und Zeichnungen der deutschen Künstlerin Käthe Kollwitz. Unter der Präsidentschaft von Homer Babbidge fanden diese Sammlungen im Jahr 1966 ein endgültiges Domizil. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Charles Lewis Beach-Sammlung Werke von Mary Cassatt, George Bellows und anderen Künstlern. Das Museum wurde 1967 offiziell eröffnet und 1972 zu Ehren des Senators von Connecticut und Universitätstreuhänders William Benton umbenannt. Die Familie Benton spendete dem Museum einen beträchtlichen Teil ihrer Sammlung mit Gemälden von Reginald Marsh und weiteren bedeutenden amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Im Jahr 2004 wurde das Museum durch den Anbau der Evelyn Simon Gilman Gallery, eines Atriums, eines Cafés und eines Museumsshops erweitert. Dabei wurden die Galerien und Verwaltungsräume vollständig renoviert. Im Jahr 2024 eröffnete das Museum ein neues Bildungszentrum.
Architektur Das ursprüngliche Museumsgebäude wurde 1920 errichtet und diente bis Mitte der 1940er-Jahre als Hauptmensa des Campus, damals bekannt als The Beanery. Das Gebäude ist im Collegiate-Gothic-Stil gestaltet und gehört zu den Kerngebäuden der University of Connecticut Historic District-Connecticut Agricultural School, der im National Register of Historic Places eingetragen ist. Die Eintragung erfolgte 1989. Das Museum verfügt über einen Skulpturengarten. Die Erweiterung von 2004 wurde von den Architekten Glenn Arbonies und Sandra Vlock von Arbonies King Vlock aus Branford entworfen und umfasst rund 720 m². Der Entwurf orientiert sich an der ursprünglichen Collegiate-Gothic-Struktur.
Sammlung mini|Mary Cassatt: Hélène de Septeuil (1889/1890, Pastell auf beigem Papier) Die ständige Sammlung des Museums umfasst mehr als 6500 Werke und präsentiert Kunst vom 15. bis zum 21. Jahrhundert, darunter Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Drucke, Fotografien und Skulpturen. Zu den vertretenen Künstlern gehören Childe Hassam, Henry Ward Ranger, Emil Carlsen, Charles Harold Davis, Ernest Lawson, Ellen Emmet Rand, Guy Wiggins, Mary Cassatt, Thomas Hart Benton, Fairfield Porter, George Bellows, Gustav Klimt, Rembrandt Peale, Georges Braque, Edward Burne-Jones, Reginald Marsh, Käthe Kollwitz, Otto Dix, Arthur Bowen Davies, Maurice Prendergast und Kiki Smith. Die Sammlung zeichnet sich durch einen Schwerpunkt auf amerikanischer Kunst, insbesondere amerikanischem Impressionismus, sowie durch die umfangreiche Käthe-Kollwitz-Sammlung aus.
Weblinks Website des Museums The Buildings of Storrs: William Benton Museum of Art. In: Daily Campus. 21. November 2019 (englisch).
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstmuseum in Connecticut Kategorie:University of Connecticut Kategorie:Museumsgründung 1967