mini|hochkant|Wappen derer von Schmitz-Grollenburg (1719) im Österreichischen Staatsarchiv Schmitz bzw. Schmitz-Grollenburg (auch Schmitz von Grollenburg o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Die Familie ist zu unterscheiden von dem nicht stammverwandten rheinländischen Briefadelsgeschlecht Schmitz und dem ebenfalls nicht stammverwandten östwestfälischen Patrizier- und Adelsgeschlecht Schmitz.

Geschichte Das Geschlecht soll aus England stammen. 1623 erhielt die Familie eine Adelsbestätigung.Spießen (1901–1903), S. 114.

Am 11. August 1719 wurde Arnold Schmitz, Amtmann zu Überwasser bei Unserer Lieben Frau zu Münster, der rittermäßger Adelsstand für das Reich und die Erblande verliehen.AT-OeStA/AVA Adel RAA 375.35. Am 7. Juli 1790, im kurpfälzischen Reichsvikariat, folgte die Erhebung des Friedrich Joseph von Schmitz, Reichskammergerichtsbeisitzer zu Wetzlar, in den Freiherrenstand mit dem Beinamen „von Grollenburg“. Einer seiner Söhne war der Diplomat Philipp Moritz von Schmitz-Grollenburg (1765–1849). Der andere Sohn war der preußische Regierungspräsident Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg (1776–1844).Ledebur (1858), S. 340.Kneschke (1868), S. 257.

Das Geschlecht erlosch im Mannesstamm 1850. Die Letzte der Familie war Sophie von Schmitz-Grollenburg, die in den 1890er Jahren verstarb. Der Familienname ging auf den Schwiegersohn von Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg, den preußischen Hauptmann John genannt Schmitz von Grollenburg, über.

Wappen

Blasonierung des Wappens von 1719: Von Schwarz über Blau geteilt; oben drei goldene rechtsschräge Balken, unten ein schrägrechts liegender silberner Anker. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken ein aufgerichteter blaugekleideter (geharnischter) Arm, der einen silbernen Pfeil hält.

Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 257 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 389 (digitale-sammlungen.de); Band 3: T–Z, Berlin 1858, S. 340 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 114 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 285 (hhu.de).

Weblinks Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 375.35 Schmitz, Arnold, Amtmann zu Überwasser bei Unserer Lieben Frau zu Münster, rittermäßiger Adelsstand für das Reich und die Erblande, privilegium denominandi, Lehenbesitzfähigkeit, 1719.08.11. AT-OeStA/HHStA RK Taxamt 25-28 Schmitz von Grollenburg; Taxremission wegen für die Vormerkung seines Reichsvikariatischen Freiherrnstands (nur Verweiszettel: siehe unter Kurfürstliche Zahlungsanweisungen), 1791.

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht