mini|hochkant|Wappen derer von Schmitz im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schmitz (auch genannt Schmitthausen / Schmidthausen o. ä.) ist der Name eines ostwestfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem nicht stammverwandten rheinländischen Briefadelsgeschlecht Schmitz und dem Adelsgeschlecht Schmitz-Grollenburg.
Geschichte Das Geschlecht stammt aus SoestSpießen (1901–1903), S. 113. und zählte dort zu den Erbsälzern und dem Stadtadel.Ledebur (1856), S. 389. Hervorgegangen ist die Familie aus einem ursprünglich ländlichen, später in die Stadt Werne gezogenen Geschlecht Schmithausen genannt Schmitz. 1594 kam Heinrich Schmitz, Sohn des Johann Schmithausen genannt Schmitz zu Werne, als Stadthauptmann nach Soest. Heinrich Schmitz war in erster Ehe mit der aus dem Dortmunder Stadtadel stammenden Gertrud von Varssem verheiratet. In zweiter Ehe vermählte er sich mit Walburg von Esbeck aus dem Hause Brockhausen bei Soest. Ihre männlichen Nachkommen heirateten über vier Generationen hinweg Frauen aus auswärtigen Juristen- und Beamtenfamilien.Klocke (1927), S. 173 f.
Zu diesen Nachkommen gehörten vier Generationen lang brandenburgische bzw. preußische Großrichter: Detmar Dietrich Schmitz (1596–1653), Detmar Dietrich Schmitz (1626–1687), Arnold Willebrand von Schmitz (1654–1741) und Detmar Rudolf von Schmitz (1682–1736). Heinrich Kaspar Schmitz (1664–1719), Sohn des zweiten Großrichters, war ab 1690 Mitglied der patrizischen Stalgadum-Gesellschaft und zwischen 1693 und seinem Tod 1719 elffacher Soester Bürgermeister.
1630 erhielt der kaiserliche Oberstleutnant Georg Schmitz (Schmitzer) eine Adelsbestätigung.Ledebur (1858), S. 340.Kneschke (1868), S. 257.
Laut Max von Spießen existierte die Familie noch Anfang des 20. Jahrhunderts.
Wappen Blasonierung: In Rot eine goldene Lilie. Auf dem Helm mit rot-goldenen Helmdecken die goldene Lilie zwischen einem offenen Flug, der rechte Flügel rot, der linke golden.
Literatur Friedrich von Klocke: Alt-Soester Bürgermeister aus sechs Jahrhunderten, ihre Familien ihre Standesverhältnisse, in: Westfälische Zeitschrift, Band 84, 1927, S. 173 f. (PDF, 101 MB beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 257 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 389 (digitale-sammlungen.de); Band 3: T–Z, Berlin 1858, S. 340 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 114 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 285 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Patriziergeschlecht (Soest) Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht