mini|Die Johannes de Doperkerk mini|Inneres, Blick nach Westen Richtung Orgel Die Johannes de Doperkerk (deutsch Johannes-der-Täufer-Kirche; auch Hervormde Kerk, Reformierte Kirche) ist ein Kirchengebäude einer reformierten Gemeinde innerhalb der Protestantischen Kirche in den Niederlanden in Oud-Vossemeer, einem Ortsteil der Gemeinde Tholen in der niederländischen Provinz Zeeland. Die Kirche ist seit 1974 als Rijksmonument eingestuft.Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed
Geschichte Oud-Vossemeer ist ein Kirchringdorf, dessen Ursprung in einem im Jahr 1411 trockengelegten Polder im Delta der Schelde liegt. Die bis zur Einführung der Reformation 1577 Johannes dem Täufer gewidmete Kirche ist ein Bauwerk auf dem Grundriss eines Taukreuzes, dessen Chorraum nur wenig über die Querhausarme nach Osten hinausreicht. Der im Westen eingebaute niedrige Turm mit einem schmalen Spitzhelm wird vom rechtwinkligen Strebepfeilern getragen. Der Turm, der sich knapp über das Kirchendach erhebt, wurde um 1450 erbaut, das Kirchenschiff und der Chor entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das Querhaus um 1510, als möglicherweise eine Vergrößerung der Kirche in Planung war. Beim Dorfbrand von 1576 wurde das Gotteshaus schwer beschädigt, der Wiederaufbau erfolgte 1595.
Zwischen 1913 bis 1915 wurde die Kirche nach Plänen von J.F.L. Frowein umfassend restauriert. Sein Sohn, H.W. Frowein, entwarf die Kirchenbänke, sonstiges Mobiliar sowie den Orgelprospekt. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Kanzel aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit einem von Johannes Specht (1769) gegossenen Kupferpult sowie zwei Kupferleuchter, von denen einer 1787 von Johannes Rosevelt aus Scherpenisse gestiftet wurde. Der ehemals von einem Wassergraben umgebene runde Friedhof ist ummauert. Das Pfarrhaus an der Raadhuisstraat 7 dient heute als Gemeindezentrum. Es wurde 1896 nach einem Entwurf von A. le Clercq erbaut.
Orgel Die Orgel in der Kirche in Oud-Vossemeer wurde im Jahr 1917 durch Orgelbau Standaart geschaffen. Das einmanualige Instrument mit zwölf Registern und Pedal wurde 1991 durch die Firma Pels & Van Leeuwen restauriert.
Die Disposition lautet:Information zur Orgel
I Hauptwerk C–f3 1. Bourdon 16′ 2. Prestant 8′ 3. Roerfluit 8′ 4. Viola di Gamba 8′ 5. Voix Celeste 8′ 6. Octaaf 4′ 7. Flute Dolce 4′ 8. Quint ′ 9. Woudfluit 2′ 10. Cornet V D 11. Mixtur III Pedal C–c1 12. Subbas 16′ Koppel: I/P
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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