You and Whose Army? (englisch für Du und wessen Armee?) ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte des australischen Schriftstellers Greg Egan, zuerst veröffentlicht im Clarkesworld Magazine im Oktober 2020. Die Kurzgeschichte erschien ebenfalls in der Anthologie The Year’s Top Hard Science Fiction Stories 5 bearbeitet von Allan Kaster im Jahr 2022 und der Sammlung Sleep and the Soul im Jahr 2023.

Handlung Rufus ist auf der Suche nach Linus, seinem identischen Vierlingsbruder, nachdem dieser urplötzlich verschwunden ist. Später beteiligen sich ebenfalls Caius und Silus daran, deren andere beiden Brüder. Geboren wurden die Vierlinge als Teil eines inzwischen von den Behörden beendeten Experimentes, genannt Projekt Physalia, welches Menschen mit einem kollektiven Bewusstsein ausstatten will, was in der Zukunft bei interstellarer Kolonisation hilfreich sein soll. Daher kennen die Vierlinge größtenteils alle ihre Erinnerungen und sogar Träume. Etwa konnten sie dadurch schon fünf Sprachen mit sechs Jahren sprechen und es war ein „Schrödingersches Austauschjahr“ möglich, welches nur Linus absolvierte, während die anderen drei Brüder bereits zur Uni gingen. Es ist daher äußerst ungewöhnlich, dass Linus nun spurlos ohne übertragene Erinnerungen verschwinden konnte. Rufus, Caius und Silus sind jedoch durch automatische Suche mittels Bilderkennung von ins Internet hochgeladenen Fotos erfolgreich und finden Linus schließlich in Paris. Guinard, ein reicher Unternehmer, hat ihm dort ein Stipendium verschafft. Zudem haben beide ihre Erinnerungen ebenfalls miteinander verbunden, da der alte Guinard mit Linus einen Nachfolger heranziehen will und sich durch die Gedankenübertragung zudem Unsterblichkeit erhofft. Zwar will Linus nicht sein Nachfolger werden, ist jedoch gezwungen, das selbst in seinen Gedanken vor seinen Brüdern bis zum Tod von Guinard zu verbergen.

Kritik Russell Letson schreibt im Locus Magazine, dass wenn Greg Egan keine Science-Fiction schreiben würde, er auch ein hervorragender Schöpfer von Thrillern und Kriminalfällen wäre („fine deviser of our-world thrillers and crime procedurals“). Die Kurzgeschichte gehe aber später eher in die Richtung von Fragen über Identität und Authentizität („questions of identity and authenticity“).

Paul Fraser schreibt auf sfshortstories.com, dass die Kurzgeschichte teils ziemlich gut sei („pretty good in parts“), etwa aufgrund der Kommentare über Persönlichkeit und des etwas trockenen Humors („there is commentary about personhood, and some dry humour“), sowie generell interessant („generally interesting“). Jedoch sei das Ende nicht überzeugend („the ending doesn’t really convince“). So sei die Kurzgeschichte zwar sehr solide („this is a solid story“), aber fühle sich an wie Greg Egan auf Autopilot („Egan on cruise-control“).

Weblinks

You and Whose Army? auf Clarkesworld (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Science-Fiction-Literatur Kategorie:Kurzgeschichte Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Australische Literatur