Meister Makatsu ist ein strategisches Kartenauslagespiel des deutschen Spieleautors Reiner Knizia für zwei bis sechs Spieler aus dem Jahr 2025. In dem Spiel übernehmen die Spieler die Rolle von Trainingshäusern (Dojos), die ihre Ninjas gegeneinander antreten lassen, und versuchen, über ihre Kartenauslagen über drei Runden die meisten Punkte zu generieren.
Das Spiel wurde in die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2026 aufgenommen.
Thema und Ausstattung Bei dem Spiel handelt es sich um ein Auslagespiel. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Dojos und hat sein eigenes farbiges Kartenset mit 24 Karten, das mit den Zahlen 1 bis 8 in drei Farben nummeriert ist. Diese Karten müssen sie in drei Runden ausspielen und in jeder Runde erhält der Spieler, der die höchste Karte einer Farbe ausspielt, Punkte in Höhe der Rundennummer und der Spieler mit der höchsten Punktezahl am Spielende gewinnt das Spiel.
Das Spielmaterial besteht neben der Spielanleitung aus 144 Spielkarten in sechs Dojo-Decks mit jeweils 24 Karten, 44 Minus-Chips mit einem, zwei oder drei Minuspunkten und einer Figur des Meisters Makatsu.
Spielweise Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler ein Dojo-Deck, das gemischt und als verdeckter Nachziehstapel vor jedem Spieler ausgelegt wird. Von diesem zieht jeder Mitspieler vier Karten und nimmt sie auf die Hand. Die Chips kommen in die Tischmitte und ein Spieler bekommt die Figur des Meisters Makatsu als Startspielermarker.
Das Spiel wird in drei Durchgängen gespielt. Ausgehend vom Startspieler spielen alle Mitspieler erst eine und dann eine weitere Karte offen vor sich aus, die beiden verbleibenden Karten legen alle Spieler verdeckt als Ninja-Ablage neben ihren Nachziehstapel. Danach werden die ausgespielten Karten ausgewertet und die Spieler erhalten jeweils für die höchste ausgespielte Karte einer Farbe Minus-Chips. Dabei bekommt der Spieler mit der höchsten blauen Karte einen, der mit der höchsten gelben Karte zwei und der mit der höchsten violetten Karte ebenfalls einen Chip und den Startspielermarker. Bei einem Gleichstand bekommt der Spieler die Chips, der die betreffende Karte zuletzt ausgespielt hat. Dabei werden in der ersten Runde die Minus-Chips mit einem Punkt, in der zweiten die mit zwei Punkten und in der dritten die mit drei Punkten verteilt.
Nachdem die Chips verteilt wurden, nehmen alle Spieler ihre ausgespielten Karten aus dem Spiel und ziehen vier neue Karten, um eine neue Runde zu spielen. Der erste Durchgang endet nach sechs Runden, wenn das gesamte Dojo-Deck durchgespielt ist. Danach mischen die Spieler ihre Ninja-Ablagen und bilden daraus einen neuen Nachziehstapel für den zweiten Durchgang mit nur noch 12 Karten. Im dritten Durchgang haben die Spieler entsprechend nur noch sechs Karten. Auch dieser Durchgang wird wie die beiden vorherigen gespielt, allerdings behalten die Spieler nach der ersten Runde die verbleibenden beiden Karten auf der Hand und ziehen die restlichen zwei nach. Von diesen werden nochmals zwei Karten gespielt, die letzten beiden Karten werden aus dem Spiel genommen.
Nach dem dritten Durchgang zählen die Spieler die Werte ihrer Chips zusammen. Der Spieler mit den wenigsten Punkten gewinnt das Spiel, bei einem Gleichstand gewinnt der Spieler mit der Meister Makatsu-Figur unabhängig von seinem Punktestand.
Veröffentlichung und Rezeption Das Spiel Meister Makatsu wurde von dem deutschen Spieleautor Reiner Knizia entwickelt und erschien 2025 bei dem deutschen Verlag amigo. Anfang 2026 wurde es zudem von dem französischen Verlag Gigamic in einer französischen Version als „Maître Makatsu“ veröffentlicht.
Der Spielekritiker Udo Bartsch bezeichnete das Spiel in einer Rezension als „reizvoll“ und gab ihm damit fünf von sieben möglichen Sternen. Er schreibt, dass das Spiel „von Partie zu Partie in [seiner] Gunst von ‚ganz nett‘ zu ‚echt gut‘ gestiegen“ sei und er benennt es als „im Grunde […] ein Legacy-Stichspiel“. Die Endwertung, bei der auch der Spieler gewinnen kann, der gar nicht am Gleichstand für die wenigsten Punkte beteiligt, gewinnen kann, bezeichnet er als „ungewöhnlich und etwas verrückt,“ er finde es aber „angesichts der Kürze des Spiels […] okay, wenn das Ergebnis hin und wieder im letzten Moment auf den Kopf gestellt wird.“ Johannes Blumenberg vom „Ministerium für Brettspielspaß“ schreibt, dass sich Meister Makatsu zuerst schwer greifen lässt, aber „spätestens nach der ersten Partie“ zeige sich, dass er „mehr als ein bloßes Ablegen von Karten“ bietet. Für ihn „beweist“ Reiner Knizia „damit einmal mehr, wie viel Tiefe in scheinbar simplen Mechaniken steckt.“
Das Spiel wurde von der Jury des Spiel des Jahres in die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2026 aufgenommen.
Belege Spielanleitung Meister Makatsu, amigo 2025 Versionen von Meister Makatsu in der Spieledatenbank BoardGameGeek (englisch); abgerufen am 17. Januar 2026. Udo Bartsch: Meister Makatsu, Rezension im Blog „Rezensionen für Millionen“, 4. November 2025; abgerufen am 17. Januar 2026. Johannes Blumenberg: Meister Makatsu – 40 Jahre im Brettspieldojo, Rezension im Blog „Ministerium für Brettspielspaß“, 5. November 2025; abgerufen am 17. Januar 2026. Meister Makatsu in der Datenbank des Spiel des Jahres e.V., abgerufen am 24. Mai 2026.
Weblinks
Kategorie:Spiel 2025 Kategorie:Kartenspiel mit speziellem Blatt Kategorie:Spiel von Reiner Knizia