Das Landhaus Humboldtstraße 34 ist eine Villa im Reformstil des Werkbundes in der Westvorstadt von Weimar.

Geschichte Zur Bauzeit hieß die Humboldtstraße Luisenstraße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 78. ISBN 978-3-939399-49-0 Das von der Straßenflucht deutlich zurückgesetzte eingeschossige Wohnhaus ließ der Apotheker und Kommerzienrat Robert Peter aus Apolda 1913/14 nach einem Entwurf von Rudolf Zapfe errichten. Das Gebäude steht am nördlichen Steilabfall des Böckelsberges und hat aus Rücksicht auf das benachbarte Nietzsche-Archiv nur ein einziges Vollgeschoss. Der mit der Giebelseite zur Straße ausgerichtete Backsteinbau ist oberhalb des Sockels verputzt. Die Putzflächen haben nur wenige Ornamente. Die Gliederung ergibt sich vor allem aus dem Rhythmus der Fenster, die im Obergeschoss mit Klappläden versehen sind, der Wandflächen und durch verschiedene Anbauten, die die Plastizität des Baukörpers erhöhen. Dem Hauseingang an der Ostseite ist ein halbrundes Podest mit einer Freitreppe vorgelagert. Dessen Grundriss wiederholt sich durch den Balkon im Obergeschoss, der durch zwei Säulen gestützt wird. An der westlichen Giebelseite befindet sich eine Veranda. Das ziegelgedeckte Mansarddach hat an seinen Längsseiten breite Dachgauben. Die Unterseite des Traufgesimses ist an der Giebelseite mit Schablonenmalerei verziert. Raumdisposition und Ausstattung sind bauzeitlich. Neben den Innen- und Außentüren, den Terrazzo- und Parkettfußböden, dem Treppenhaus und einer hölzernen Wandvertäfelung sind hierbei noch ein Wandbrunnen aus grün glasierten Keramikfliesen und bleiverglaste Fenster in der Diele hervorzuheben. Auf dem Grundstück befinden sich Reste der einstigen Freiraumgestaltung, die als Terrassengarten angelegt war.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 753.

Einzelnachweise

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