mini|Hummelstraße 3 Das Haus Hummelstraße 3 ist ein dreigeschossiges historistisches Wohn- und Geschäftshaus in der Altstadt von Weimar.
Geschichte Das dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus wurde 1892/93 im Stile der Neorenaissance nach dem Entwurf von Rudolf Zapfe errichtet. Auftraggeber war der Rentier Reinhold Franke. Die fünfachsige, mit roten Klinkern verblendete Fassade wird im Erdgeschoss durch Streifen aus hell gefärbtem Zementputz, in den Obergeschossen durch Bänder aus mäßig hervorstehenden gelben Klinkern gegliedert. Der plastische Bauschmuck besteht aus Zementguss. Der Sockel ist mit Travertinquadern verblendet. Infolge des Abstandes zum westlichen Nachbargebäude konnte an der Nordwestecke ein Kastenerker angeordnet werden, dessen bekrönende Haube in den 1980er Jahren entfernt wurde. Das ursprünglich verschieferte, jetzt mit Teerpappe gedeckte Mansarddach ist mit Gauben besetzt. Weitgehend unverändert blieb das Raumgefüge und die Ausstattung u. a. mit zweiläufiger Balustertreppe, Haus-, Wohnungs- und Zimmertüren.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.1.: Altstadt, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 404 f.
In der Hummelstraße 3 wohnte einst Martha Kreiss, die sich 1944 durch Flucht in den Tod der bevorstehenden Deportation entzogen hatte, und an die mit einem Stolperstein erinnert wird. Dieser ist auf der Liste der Stolpersteine in Weimar aufgeführt. Dieser Name findet sich auch auf einer Gedenktafel in der Belvederer Allee 6.
Einzelnachweise
Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar Kategorie:Wohngebäude in Weimar