Johan Frederik (genannt Fritz) Hegermann-Lindencrone (* 17. Februar 1840 in der Jægersborg-Kaserne, Gentofte Kommune, Dänemark; † 23. Juli 1938) war ein dänischer Generalmajor.

Biographie Familie, Ausbildung und frühe Karriere Hegermann-Lindencrone war der Sohn von Generalleutnant Cai Hegermann-Lindencrone (1807–1893) und der Bruder von Johan Hegermann-Lindencrone (1838–1918). Er besuchte die renommierte Internatsschule Herlufsholm, die er 1857 mit dem Abitur abschloss. Nachdem er die Landkadettenakademie absolviert hatte, wurde er 1859 Sekondleutnant im 2. Dragonerregiment. Von 1862 bis 1863 besuchte er die französische Kavallerieschule Cadre Noir in Saumur. Nach seiner Rückkehr nahm er 1864 als Adjutant der 2. Kavalleriebrigade am Deutsch-Dänischen Krieg teil, unter anderem am Gefecht bei Vejle unter dem Oberbefehl seines Vaters und den Operationen in Jütland.

Nach dem Krieg durchlief er verschiedene Dienstposten in den Dragonerregimentern und in der Fachschule der Feldartillerie. 1867 wurde er zum Premierleutnant befördert. In den 1870er Jahren führten ihn Studienreisen zu Truppenversammlungen nach Verona und Wien. Er diente ab 1875 im Gardehusarenregiment und wurde 1878 mit der Beförderung zum Rittmeister zum 4. Dragonerregiment versetzt.

Zwischen 1882 und 1885 diente Hegermann-Lindencrone als Adjutant des Königs. Mit der Beförderung zum Oberstleutnant 1885 wurde er Kommandeur des Gardehusarenregiments und zum Kammerherrn ernannt; 1892 folgte die Beförderung zum Oberst. 1903 wurde er zum Generalmajor und Generalinspektor der Kavallerie ernannt, eine Position, die er bis 1909 innehatte. Er trat 1910 in den Ruhestand.

Auszeichnungen Hegermann-Lindencrone bekleidete zahlreiche Ehrenämter, insbesondere im Bereich des Militärwesens und der Pferdezucht. so war er Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Kriegswissenschaftlichen Gesellschaft (: Det Krigsvidenskabelige Selskab) leitete von 1883 bis 1914 den Verein zur Förderung der edlen Pferdezucht (: Foreningen til den ædle Hesteavls Fremme).

Weiterhin war er Vizepräsident der Königlich Dänischen Geografischen Gesellschaft und Ehrenvorsitzender der Gardehusaren-Vereinigung in Kopenhagen sowie Ehrenmitglied philatelistischer und Trabrennsport-Verbände.

Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Beiträge in Militärzeitschriften über Reitkunst, Kavallerie-Reglements und Pferderennen.

1864 wurde er zum Ritter des Dannebrogordens ernannt, 1885 wurde er Dannebrogsmann, 1905 erhielt er die Kommandeurskreuze 1. Klasse des Ordens und 1929 schließlich das Großkreuz.

Privatleben und Vermächtnis mini|Laurits Tuxen: Man rejser sig fra bordet (: Man steht vom Tisch auf). Das Gemälde zeigt auch Fritz Hegermann-Lindencrone, 1906. Hegermann-Lindencrone heiratete am 29. Juni 1866 Baroness Juliane Mathilde Caroline Wedel-Jarlsberg (1847–1895), Tochter des Oberleutnants und späteren Kommandeurs der norwegischen Marine, Baron Herman Theodor Valdemar Emil Wedel-Jarlsberg (1811–1867) und Frederikke Isidora Mathilde Constance Emilie Benzon (1821–1916). Er überlebte seine Frau um viele Jahrzehnte und starb 1938 im Alter von 98 Jahren. Zum Zeitpunkt seines Todes war er der vorletzte überlebende dänische Veteran des Krieges von 1864, nur übertroffen von dem ein Jahr jüngeren Oberst Jens Kraft Peter Ludvig Pontoppidan (1841–1938), der vier Monate später starb.

Er wurde auf dem Garnisonsfriedhof in Kopenhagen beigesetzt. Sein langes Leben und seine prominente Stellung in der Gesellschaft führten dazu, dass er mehrfach porträtiert wurde, unter anderem von Hugo Larsen (1933). Zudem ist er auf Laurits Tuxens berühmtem Gemälde Man Rejser Sig Fra Bordet von 1906 zu sehen.

Literatur

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