Schlemmer ist der Name eines sächsischen Adelsgeschlechts.
Die Familie ist von den gleichnamigen, aber nicht stammverwandten preußischen von Schlemmer und den hessischen von Schlemmer zu unterscheiden.
Geschichte Die Nachrichten zu dem Geschlecht beginnen mit dem aus Sachsen stammenden Johann Adam von Schlemmer († 13. Dezember 1809 in Breslau) und dessen Ehefrau Charlotte Christiane, geborene Herrmann († 1798). Johann Adam von Schlemmer war zunächst Gefreitenkorporal im sächsischen Infanterie-Regiment Prinz Xaver und wurde am 14. Oktober 1756 bei Pirna gefangen. Danach trat er in preußische Dienste, 1758 im Infanterieregiment „von Treskow“, 1797 als Major in demselben Regiment. Am 31. März 1793 erhielt er den Orden Pour le Mérite.Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: Die Ritter des Ordens Pour le Mérite. 1740–1918. Biblio Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 3-7648-2473-5, S. 121. Zuletzt war er Kommandant der Festung Silberberg (1797–1805), ab 1798 als Oberstleutnant und ab 1804 als Oberst.Der Deutsche Herold, XXXI, Nr. 4, Berlin April 1900, S. 78 (archive.org).
Johann Adam von Schlemmers Schwester Elisabeth von Schlemmer war Stiftsdame zu Zehdenik.
Johann Adam von Schlemmers in Breslau geborener Sohn Wilhelm Ferdinand von Schlemmer (1788–1875) stieg bis zum königlich-preußischer Generalmajor auf. In den Befreiungskriegen kämpfte er 1813/1814 in der Schlacht bei Bautzen, wofür er das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielt, bei Dresden, Leipzig sowie bei Laon. 1819 vermählte er sich mit Henriette Hagemann (1799–1874). Sie war die Tochter des Generalpächters Karl Andreas Alexander Hagemann. 1834 betraute man ihn mit der Führung der 7. Artillerie-Brigade in Köln. Am 30. März 1835 wurde er zum Brigadier ernannt und in dieser Stellung folgte am 30. März 1839 die Beförderung zum Oberstleutnant sowie am 10. September 1840 zum Oberst. Als Artillerie-Brigardier war er 1837 auch in Münster stationiert.Zedlitz-Neukirch (1837), S. 174.Kneschke (1868), S. 200. 1847 erhielt er den Charakter als Generalmajor. 1848 nahm er seinen Abschied.
Wappen Blasonierung: In Rot ein schreitendes silbernes Lamm. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken das Lamm wachsend.
Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 200 (Google Bücher). Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 6, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , , S. 177, Nr. 1802. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon, Band 4: P–Z. Leipzig 1837, S. 174 (Google Bücher).
Einzelnachweise
Kategorie:Sächsisches Adelsgeschlecht