Chris Liljenberg Halstrøm (* 17. Mai 1977) ist eine schwedisch-dänische Designerin. Seit Mitte der 2020er-Jahre tritt sie zudem mit handgestickten Bildwerken als Textilkünstlerin hervor. Bekannt wurde sie mit der Hocker-Serie Georg für Trip Trap/Skagerak. Zu ihren Projekten zählt die Mitgestaltung der Inneneinrichtung des Svinkløv Badehotels nach dem Brand von 2016.

Leben Halstrøm studierte Textil an der Universität der Künste Berlin (2005) sowie Holz und Skulptur an der Nyckelviksskolan in Stockholm (2000) und Malerei und Skulptur an der Konstskolan in Stockholm (1999). Sie absolvierte im Jahr 2007 die Designschule der Königlich Dänischen Kunstakademie, bevor sie ein eigenes Studio in Kopenhagen eröffnete. Von 2008 bis 2014 lehrte sie an dieser Designschule. Im Jahr 2017 erhielt sie ein dreijähriges Arbeitsstipendium der Statens Kunstfond. Während der COVID-19-Pandemie wandte sie sich wieder stärker der Bildkunst zu und arbeitet seither zunehmend mit Handstickerei; ihre Werke werden in mehreren europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten ausgestellt und verkauft. Sie war zudem an der Wiedereinrichtung des Svinkløv Badehotels beteiligt, das im Frühjahr 2019 nach dem Wiederaufbau wiedereröffnete. Sie ist Mitglied des Projektförderungsausschusses für Kunsthandwerk und Design des Statens Kunstfond sowie der Snedkernes Efterårsudstilling.

Wirken Halstrøms Werk steht in der Tradition einer reduzierten skandinavischen Formensprache, in der Holz, Textilien und Leder zu alltagstauglichen Möbeln verbunden werden. Mit Georg schuf sie ein frühes Signatur-Stück; die Taburettenreihe wurde bei Trip Trap entwickelt und ist nach ihrem Sohn benannt. Exemplare der Georg-Reihe wurden im Designmuseum Danmark und im Museum Trapholt gezeigt. Im Jahr 2019 entwickelte Halstrøm gemeinsam mit den Werkstätten des Kopenhagener Ausstellungsorts A. Petersen die modulare Sofa-Serie Modul, deren Polsterung aus gepresstem Seegras besteht. Darüber hinaus entwarf sie Möbel für Skagerak in Dänemark sowie für die Herman Miller Group in den Vereinigten Staaten. Sie kritisierte die Konsumorientierung der Möbelbranche und suchte Aufgaben mit gesellschaftlicher Relevanz. Zugleich betonte sie, dass das dänische Möbeldesign der Gegenwart im Vergleich zu früher deutlich stärker von Gleichberechtigung geprägt sei. Seit Mitte der 2020er-Jahre konzentriert sie sich verstärkt auf freie, handgestickte Arbeiten und stellt diese international aus. Für ihre Möbelarbeit erhielt sie 2022 den Finn-Juhl-Preis.

Einzelnachweise

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