mini|Verbreitungsgebiet des Schnäppervireos

Der Schnäppervireo (Vireo nanus), Syn. Empidonax nanus, ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).Schnäppervireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 7. Januar 2026.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel ist endemisch auf der Insel Hispaniola sowie der Île de la Gonâve.

Der Lebensraum umfasst tropische oder subtropische trockene Wälder von Meereshöhe bis 1200 m ü. M.D. Brewer: Flat-billed Vireo (Vireo nanus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo nanusAllan Keith, Janis I.VE Raffaele, James W. Wiley, Orlando H. Garrido: Birds of the West Indies, Tafel 76. VIREOS (WITH WING BARS). In: Princeton University Press eBooks., 2. Auflage, 2020, S. 170–205, doi:10.1515/9780691199931-011.

Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Die Art ist 12–13 cm groß und wiegt zwischen 10 und 11 g. Hauptmerkmale sind dunkelgraue Zügel, ein unterbrochener Augenring, blass olivgelber Streifen oberhalb der Zügel mit brillenartigem Aussehen. Stirn, Scheitel bis Nacken und die gesamte Oberseite sind matt grünlich grau, die Flugfedern dunkler. Die Hand- und Armschwingen haben schmale graugrüne Ränder an den Außenfahnen, die Schirmfedern tragen breitere Ränder beidseits. Die großen und mittleren Flügeldecken sind matt schwärzlich grau mit cremefarbenen Spitzen und ergeben zwei Flügelbinden. Die Steuerfedern sind schwärzlich grau, die äußeren haben weißliche Spitzen. Kehle und Brust sind matt graugelb, die Unterseite bis Steiß ist heller gelb, an den Flanken graugelb. Die Iris ist grau, der Schnabel breit, flach und rechteckig (von oben betrachtet), dunkelgrau am Oberschnabel mit blasseren Schnabelrändern. Der Unterschnabel weist einen dunkelgrauen Streifen unter der Schneidkante auf, ist ansonsten rosafarben. Hinzu kommen drei Bürstenhaare jeweils seitlich am Schnabel. Die Beine sind bläulich grau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel haben noch keine schwärzlichen Zügel.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025

Stimme Die Lautäußerungen werden als klare pfeifende Lautfolge „wi-wi-wi-wi…“ oder als schnelleres hohes „weet-weet-weet“ beschrieben, beides über längere Zeit wiederholt. Der Ruf ist ein hart klingender „Schimpflaut“.

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Früchten, die im Gebüsch oder auf dem Boden gesucht wird. Insekten werden vielleicht häufiger als andere Vireos auch aus der Luft ergriffen. Die Brutzeit liegt zwischen Februar und Juni. Das Nest ist eine tiefe Schale aus pflanzlichem Material, manchmal auch mit Pferdehaaren, in einem Gebüsch. Das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern mitunter mit hellgrauen Flecken am runderen Ende.

Als Nesträuber wurde der Braunkopf-Kuhstärling (Molothrus ater) beschrieben.Dennis M. Power: Parasitism of the Dwarf Vireo (Vireo nanus) by Cowbirds. In: The Auk, Band 83, Heft 3, S. 476–477, 1966, doi:10.2307/4083064

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur G. N. Lawrence: Empidonax nanus. In: Ibis, Serie 3, Band 5, Nummer 19, S. 386, 1875, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Schnäppervireo auf Briefmarken

Einzelnachweise

Kategorie:Vireos Kategorie:Endemisches Tier Hispaniolas