Diemar Karl Aßmann (* 1. Januar 1926 in Dresden; † 15. August 2022Todesmitteilung im Ärzteblatt) war ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer für Innere Medizin.
Leben Nach dem Abitur 1944 arbeitete er bis 1946 als Krankenpflegerhospitant am Stadtkrankenhaus Dresden-Friedrichstadt. Danach ging er zum Medizinstudium an die Universität Jena, wo er 1952 das Staatsexamen ablegte und die ärztliche Approbation erhielt. Im Anschluss war er bis 1953 an den Universität Jena Assistent am Physiologisch-Chemischen Institut und an den Kliniken für Chirurgie und Frauenheilkunde. Diese Zeit nutze er, um an seiner Dissertation zu arbeiten. Seine Doktorarbeit zum Thema Die Wetterfühligkeit des Menschen, Ursachen und Pathogenese der biologischen Wetterwirkung verteidigte er 1954 an der Universität Jena.
Nach einem praktischen Jahr als Stationsarzt am Städtischen Krankenhaus in Jena ging Aßmann wieder nach Dresden zurück, wo er an der Medizinischen Klinik der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ eine Anstellung erhalten hatte. Hier wurde er 1959 Facharzt für Innere Medizin und 1963 Oberarzt.
1965 habilitierte er sich an der Dresdner Medizinischen Akademie. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel Zur Frage der Wirkung elektrischer Wechselfelder im Frequenzbereich der atmosphärischen elektrischen Störungen auf die Serumproteine. Noch im gleichen Jahr erfolgte seine Ernennung zum Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Inneren Abteilung am Krankenhaus in Pirna, wohin er seinen Lebensmittelpunkt verlegte. Von 1968 bis 1972 war er außerdem Leitender Arzt für Geriatrie und Gerohygiene. Als Mediziner war er u.a. für seine Expertisen in den Bereichen Innere Medizin und Diabetesbehandlung bekannt.
Ab 1966 war er Dozent und ab 1980 Honorarprofessor für Innere Medizin an der Medizinischen Akademie in Dresden.Pro et contra tempora praeterita. 1993, S. 43. 1971 erfolgte seine Berufung zum Mitglied der Fachkommission Innere Medizin beim Rat des Bezirkes Dresden. Diese Funktion übte er bis 1990 aus. Er war Mitglied und zeitweise Vorsitzender der Gesellschaft für Innere Medizin an der Medizinischen Akademie in Dresden. Außerdem gehörte er der Sächsischen Landesärztekammer an.
1992 trat er als Chefarzt des Krankenhauses Pirna und Honorarprofessor in den Ruhestand.
Literatur Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 12. Ausgabe A–M, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1966, S. 65. Caris-Petra Heidel, Marina Lienert: Die Professoren der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden. 2013, S. 52.
Weblinks Eintrag im Professorenkatalog der Technischen Universität Dresden
Einzelnachweise
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