Als Nebenwellen (, zuweilen abgekürzt: spur) bezeichnet man in der Elektrotechnik, speziell in der Funktechnik und der Hochfrequenzmesstechnik, unerwünschte Frequenzanteile eines elektrischen oder elektromagnetischen Signals.
Hintergrund In bestimmten Fällen, wie beispielsweise bei Verstärkern oder Funksendern, wünscht man sich im Idealfall ein möglichst sinusförmiges Signal oder eins, dessen Signalanteile sich auf eine definiertes, in der Regel schmales Frequenzband beschränken und außerhalb davon verschwindend gering sind.
Grund ist, Signalverzerrungen oder Störausstrahlungen zu vermeiden und so auch die unerwünschte gegenseitige Beeinflussung von Signalquellen zu verhindern (siehe auch: Elektromagnetische Verträglichkeit).
Im Gegensatz zu Oberwellen (), die die ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz (fundamental) bezeichnen, meint man mit Nebenwellen unerwünschte Signalanteile bei beliebigen Frequenzen „dazwischen“ (siehe auch: Zeichnung unter Weblinks).
Messtechnik Gemessen werden können Nebenwellen mithilfe von Messempfängern. Besonders gut geeignet sind Spektrumanalysatoren.
Quantitativ spricht man dabei vom Nebenwellenabstand. Das ist das Amplituden- beziehungsweise Leistungs-Verhältnis einer betrachteten (unerwünschten) Nebenwelle bezogen auf das (gewünschte) Trägersignal. Das Verhältnis wird in der Regel in Dezibel (dB) angegeben, hier in dBc, wobei das „c“ für („Träger“) steht.
Man kann auch die Leistungssumme aller Nebenwellen bilden und diese in analoger Weise auf den Trägerpegel beziehen.
Literatur
Weblinks Zeichnung zur Definition von Nebenwellen (englisch).
Einzelnachweise
Kategorie:Messgröße (Nachrichtentechnik)