mini|Lala Pasquinelli (2019) María Laura „Lala“ Pasquinelli (* 1976 in La Emilia, Provinz Buenos Aires) ist eine argentinische Künstlerin, Juristin und feministische Aktivistin sowie Gründerin des Projekts Mujeres que no fueron tapa. Im Jahr 2023 wurde sie als einzige Argentinierin in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. Ihre Arbeit richtet den Blick auf die Darstellung von Frauen und Schönheitsnormen in Massenmedien.

Leben Pasquinelli wurde in La Emilia (Provinz Buenos Aires) geboren und wuchs in Junín auf. Sie schloss ihr Jurastudium an der Universidad de Buenos Aires ab und arbeitete als Anwältin. Im Jahr 2015 gründete sie Mujeres que no fueron tapa als feministische Initiative gegen mediale Stereotype. 2024 veröffentlichte sie den Essay La estafa de la feminidad (‚Der Betrug der Femininität‘, 2024).

Wirken Mit Mujeres que no fueron tapa kritisiert Pasquinelli die Reproduktion eines homogenen Schönheitsideals und macht dessen politische Effekte sichtbar. Das Kollektiv entwickelte Bildungsformate wie das Festival de hackeo de estereotipos, mit dem Lehrkräfte und Klassen die Dekonstruierung von Stereotypen in Werbung, Magazinen und sozialen Medien sowie Sexismus erlernen. Die Kampagne Hermana, soltá la panza stellte die Logik des sogenannten operativo bikini in Frage und wurde 2022 im Centro Cultural Recoleta als Ausstellung präsentiert. Weitere Kampagnen wie Hermana, soltá el reloj und Hermana, soltá la novela erweiterten die Kritik um Zeitdruck und romantische Narrative. Für dieses Wirken wurde Pasquinelli 2023 in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. Über Interviews, Bücher und einen eigenen Podcast verbreitet sie ihre Arbeit auch jenseits der Ausstellungs- und Arbeitskreisformate.

Veröffentlichungen

La estafa de la feminidad. Planeta. ISBN 950-49-8650-1.

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Einzelnachweise

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