Marita Voigt (* 4. Mai 1949 in Güstrow) ist eine deutsche Glaskünstlerin und Glasdesignerin.
Leben und Werk Marita Voigt wuchs in Schochwitz auf und entdeckte früh ihre Leidenschaft für Glas. Sie absolvierte die Erweiterte Oberschule und studierte von 1968 bis 1973 in der Fachrichtung Gefäßgestaltung der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (HIF) in Halle. Nach dem Diplom als Formgestalterin arbeitete sie bis 1976 im VEB Glaswerk Derenburg als Gestalterin und von 1977 bis 1981 als Assistentin an der HIF. Seitdem arbeitet sie freischaffend mit einem eigenen Glasstudio in Schochwitz.
Sie entwarf Serienvasen und Glasobjekte, darunter die facettierte „Fernsehturm“-Vase in Klarglas oder farbigem Überfang, inspiriert vom Berliner Fernsehturm. Seit den 1990er Jahren schuf sie freie Glasobjekte mit Fusing-Technik, Blattgold und Hohlräumen.
Mitgliedschaften bis 1990 Verband Bildender Künstler der DDR, dort auch Mitglied der Arbeitsgruppe Gedeckter Tisch Deutsche Glastechnische Gesellschaft
Rezeption Vasen wie die Fernsehturm-Vase gelten als Vintage-Klassiker und werden international auf Sammlermärkten gehandelt. In der Presse wird ihre lichtsensitive Glasgestaltung sowie die Formensprache hervorgehoben, wobei insbesondere seltene Farbvarianten besonders hervorgehoben werden. Ihre blaue Kugelvase „Nr. 1360“ wurde auf der Leipziger Messe 1978 für „Gutes Design“ ausgezeichnet und fand Aufnahme in die Sammlung Industrielle Gestaltung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellung 2002: Halle (Saale), Galerie Zeitkunst ("Interferenzen")
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR 1977/1978 und 1987/1988: Dresden, VIII. und X. Kunstausstellung der DDR 1979: Halle (Saale), Bezirkskunstausstellung
Literatur Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 985
Einzelnachweise
Kategorie:Glaskünstler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Frau