Hermann Hasberg (* 18. November 1904 in Lindlar; † 3. Juli 1974) war ein deutscher Kommunalbeamter. Er war in den Jahren 1940 bis 1943 als Nachfolger von Walter Kappes Bürgermeister der Gemeinde Bensberg, heute Stadtteil von Bergisch Gladbach.

Leben und Wirken Hasberg war ab Juni 1919 bei der Gemeindeverwaltung seines Heimatortes Lindlar tätig gewesen. Ab April 1933 leitete er die Gemeindeverwaltung Engelskirchen, zunächst kommissarisch, von 1934 bis Ende 1939 als Bürgermeister.Lebenslauf vom 12. Januar 1950, in: Gemeindearchiv Lindlar, Personalakte Hasberg Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.506.850).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13740459

Ende 1939 wurde Hasberg zum Bürgermeister von Bensberg ernannt und in diesem Zusammenhang von damaligen Landrat als "alter Nationalsozialist und Verwaltungsmann" gewürdigt. Am 2. März 1943 wurde Hasberg als Soldat zur Wehrmacht eingezogen und verblieb dort bis Kriegsende. Nach Kriegsende wurde er im Rahmen der Entnazifizierung ab Januar 1948 in die Kategorie 3 (Minderbelastete) eingestuft, nach seiner Berufung in die Kategorie 5 (Entlastete) und nach erneuter Wiederaufnahme des Entnazifizierungsverfahrens Ende 1949 abschließend in die Kategorie 4 (Mitläufer). Begründet wurde dies damit, Hasberg sei „mit den damaligen Methoden der Partei, ehrenwerte Bürger ohne hinreichenden Grund festnehmen zu lassen, durchaus einverstanden“ gewesen und sei 1933 im Alter von 28 Jahren nur Bürgermeister geworden, „weil er ein Günstling der Partei war.“Bescheid vom 11. November 1949, in: Landesarchiv NRW, Abteilung R, NW 1037-BIII/6887

Anfang 1950 wurde Hasberg erneut bei der Gemeinde Lindar eingestellt. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1967 war er dort als Gemeindekämmerer tätig.

Siehe auch Liste der Bürgermeister von Bensberg

Einzelnachweise

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