Bertram Schumacher (* 10. Juni 1899 in Köln; † 11. April 1968 in Bensberg) war ein deutscher Kommunalbeamter und NSDAP-Funktionär. Er war von Oktober 1944 bis April 1945 als Nachfolger von Hermann Hasberg Bürgermeister der Gemeinde Bensberg, heute Stadtteil von Bergisch Gladbach.

Leben und Wirken Schumacher, geboren 1899, war von 1924 bis 1932 Parteisekretär der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) in Köln. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.501.907).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/40040705 Zu diesem Zeitpunkt war er Geschäftsführer der Bäckerei Ww. Th. Schumacher in Köln. 1934 lernte Schumacher als Praktikant beim Bürgermeisteramt Frechen und beim Landratsamt Köln die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung kennen. Am 5. Januar 1935 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Monschau und am 15. Februar 1935 zum NSDAP-Kreisamtsleiter für Kommunalpolitik im Kreis Monschau ernannt.

In Monschau war Schumacher bis zum 12. September 1944 als Bürgermeister tätig. Er verließ die Stadt, bevor dort wenige Tage später amerikanische Truppen einmarschierten, und wurde am 13. Oktober 1944 mit der Wahrnehmung des Bürgermeisteramtes in Bensberg beauftragt. Diese Tätigkeit dauerte nur wenige Monate und endete mit dem Einmarsch der alliierten Truppen. Am 23. April 1945 wurde er seines Amtes enthoben und als NS-Funktionär in einem alliierten Lager in Recklinghausen interniert.Aktennotiz vom 2. August 1948 und Fragebogen in: Landesarchiv NRW, Abteilung R, NW 1049/ 42832. Im Rahmen der Entnazifizierung wurde er aufgrund von mehreren positiven Zeugnissen über seine Amtsführung als Bürgermeister in Bensberg 1949 in die Kategorie 5 (Entlastete) eingestuft.Bescheid vom 7. Januar 1949 in: Landesarchiv NRW, Abteilung R, NW 1049/ 42832

Schumacher arbeitete später als Repräsentant für eine Bauunternehmung und war von 1956 bis 1964 Mitglied des Kreistages im Rheinisch-Bergischen Kreis.Nachrufe des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Bauunternehmung Christian Runkel & Co. in der Bergischen Landeszeitung vom 18. April 1968; Stadtarchiv Bergisch Gladbach, F 2/1754/1

Er starb 1968 im Alter von 68 Jahren und wurde in der Familiengrabstätte auf dem Kölner Melaten-Friedhof beigesetzt.

Lokale Geschichte 1944 existierte in Bensberg ein Außenlager Bensberg des KZ Buchenwald. Zur Reparatur der Folgen eines Brandes im Schloss Bensberg im Jahr 1943 waren etwa 40, hauptsächlich aus der UdSSR und Polen stammende, Zwangsarbeiter im Schloss tätig und untergebracht. Am 22. März 1945 wurden zwei „Ostarbeiter“ im Park des Schlosses erschossen.

Siehe auch Liste der Bürgermeister von Bensberg

Einzelnachweise

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