Das Gebiet Feuchtbiotop Lindachtal ist ein flächenhaftes Naturdenkmal östlich der Stadt Herrenberg im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg.

Kenndaten Das Naturdenkmal wurde mit Verordnung vom 30. Mai 1994 unter dem Namen Feuchtbiotop Lindachtal ausgewiesen.

Lage und Beschreibung Das Feuchtbiotop liegt östlich von Herrenberg. Es handelt sich um eine Feuchtwiese im Tal des Goldersbachs. Das Naturdenkmal liegt vollständig im Landschaftsschutzgebiet Schönbuch, im Vogelschutzgebiet Schönbuch und im Schonwald Mähdertal.

Geologie Der Untergrund besteht aus Gesteinen der Stuttgart-Formation.

Flora und Fauna Laut Biotopkartierung kommen die folgenden Arten im Gebiet vor: Sumpf-Schafgarbe, Wolfs-Eisenhut, Schwarz-Erle, Wald-Engelwurz, Filz-Klette, Große Sterndolde, Echte Betonie, Schlangen-Knöterich, Sumpfdotterblume, Rundblättrige Glockenblume, Bitteres Schaumkraut, Schlank-Segge, Sumpf-Segge, Zittergras-Segge, Zweizeilige Segge, Hasenpfoten-Segge, Braun-Segge, Bleiche Segge, Hirse-Segge, Blasen-Segge, Kohldistel, Sumpf-Kratzdistel, Sumpf-Pippau, Rasen-Schmiele, Mädesüß, Moor-Labkraut, Sumpf-Storchschnabel, Bach-Nelkenwurz, Glieder-Binse, Knäuel-Binse, Wald-Witwenblume, Sumpf-Hornklee, Vielblütige Hainsimse, Kuckucks-Lichtnelke, Gewöhnlicher Gilbweiderich, Acker-Minze, Rossminze, Blaues Pfeifengras, Hain-Vergissmeinnicht, Espe, Blutwurz, Hohe Schlüsselblume, Scharfer Hahnenfuß, Kriechender Hahnenfuß, Himbeere, Sal-Weide, Großer Wiesenknopf, Wald-Simse, Kümmelblättrige Silge, Rote Lichtnelke, Bittersüßer Nachtschatten, Wald-Ziest, Trollblume, Große Brennnessel, Echter Baldrian, Holzapfel, Elsbeere, Berg-Ahorn, Giersch, Kriechender Günsel, Knoblauchsrauke, Gewöhnliche Haselwurz, Wald-Frauenfarn, Winkel-Segge, Gemeine Hainbuche, Wechselblättriges Milzkraut, Großes Hexenkraut, Eingriffeliger Weißdorn, Gewöhnlicher Dornfarn, Weidenröschen, Sumpf-Schachtelhalm, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Gewöhnlicher Wasserdost, Rotbuche, Gemeine Esche, Ruprechtskraut, Echte Nelkenwurz, Gundermann, Flutender Schwaden, Großes Springkraut, Europäische Lärche, Kleine Wasserlinse, Wald-Bingelkraut, Rohrglanzgras, Gemeine Fichte, Erdbeer-Fingerkraut, Gewöhnliche Traubenkirsche, Geflecktes Lungenkraut, Stieleiche, Geflügelte Braunwurz, Sumpf-Helmkraut, Bach-Sternmiere, Breitblättriger Rohrkolben, Kleiner Baldrian, Bachbunge, Quellmoos, Eisvogel, Speierling, Pappeln, Eisenhut, Wiesen-Schaumkraut, Steife Segge, Walzen-Segge, Rispen-Segge, Herbstzeitlose, Wiesen-Storchschnabel, Wiesen-Platterbse, Wasserminze, Wiesen-Sauerampfer, Knotige Braunwurz, Gewöhnliche Wiesensilge, Wasseramsel.

Das Naturdenkmal wird vollständig überlagert von sechs Biotopen: Nasswiesen 'Lindach' Herrenberg mit der Biotopnummer 174191150653, SW "Mähdertal" Wildobst an der Lindach mit der Biotopnummer 273191152651, SW "Mähdertal" Lindach SO Kauppenklinge mit der Biotopnummer 273191152652, SW "Mähdertal" Speierling an der Lindach mit der Biotopnummer 274191152629, SW "Mähdertal" Lindach W Lindachspitz mit der Biotopnummer 274191152632 und Wiesen im Lindachtal Schonwald "Mähdertal" mit der Biotopnummer 274191151305.

Im Biotop Nasswiesen 'Lindach' Herrenberg wurden bei einer Zählung im Jahr 2015, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Pflanzenart Kümmelblättrige Silge gefunden. In demselben Biotop wurde bei derselben Zählung die Pflanzenart Trollblume gefunden. Im Biotop SW "Mähdertal" Wildobst an der Lindach wurde ebenfalls bei derselben Zählung die Laubbaum-Art Holzapfel gefunden. Alle Arten sind von der LUBW als gefährdete Art eingestuft.

Siehe auch Liste der Naturdenkmale in Herrenberg

Weblinks Datenauswertebogen und Karte im

Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Böblingen Kategorie:Schutzgebiet in Herrenberg Kategorie:Schutzgebietsgründung 1994